Was sich wiederum auf die Preise niederschlug. Nach Jahren, in denen die Immobilienpreise nur gestiegen waren (teils sogar rapide und steil), gingen sie plötzlich zurück. Der Grund: Die zuvor hohen Kaufpreise konnte (und wollte) kaum noch jemand zahlen.
Ein Einbruch, der schmerzt(e) - und für manche gar einem historischen Verfall gleichkam. Weshalb viele potenzielle Verkäufer - sofern sie zeitlich nicht „gezwungen“ waren - gar von einem (momentanen) Verkauf absahen. Ein Einschnitt, der in der Zwischenzeit gestoppt scheint. Seit dem Spätsommer letzten Jahres steigen die Preise wieder. Vor allem da sich die Rahmenbedingungen nach und nach verbessert haben. Besonders das allmählich gesunkene Zinsniveau eröffnet neue Perspektiven.
Auch ein weiteres, durchaus bekanntes, dafür aber nicht minder drängendes Problem hat sich zuletzt nochmals verschärft. Es fehlt schlichtweg neuer Wohnraum - vorrangig im Segment Appartements. In Zahlen: Belief sich der Anteil neuer Wohnungen in 2019 noch auf 22 Prozent, ist er in fünf Jahren auf nur 11,6 Prozent gesunken. Vor allem von 2022 auf 2023 erlebte dieser Wert einen brutalen „Absturz“, u.a. bedingt durch die unerwartet nachlassende Bautätigkeit. Die Gründe sind bekannt: Energie-, Material- und Inflationskrise im Nachgang zum russischen Überfall auf die Ukraine vor mittlerweile bereits knapp drei Jahren.
Der Anteil neuer Wohnungen schrumpfte innerhalb von zwölf Monaten um etwas mehr als fünf Prozent. Nicht weniger alarmierend ist nun der weitere Rückgang von 2023 auf 2024 um neuerlich rund drei Prozent.
Preise kommen nur langsam „in Fahrt“
Die Folge, gemäß dem Gesetz von Angebot/Nachfrage, ist eine merkliche Preissteigerung. Veranschlagt ist der Preis für eine Neubauwohnung derzeit mit 337.743 € gegenüber 263.141 € für so genannte „Bestandsware“ (die größtenteils bereits über drei Jahrzehnte alt ist).
Jedoch mit den bekannten und teils brutalen Unterschieden zwischen Flandern und Wallonie. Während im „Norden“ für Neuware 357.082 € aufgerufen werden, sind es im „Süden“ gerade mal 271.073 € für ein Appartement in den fünf wallonischen Provinzen.
Übrigens ist der Neubau in Relation zur „Bestandsware“ in zwei wallonischen Provinzen überdurchschnittlich hoch, nämlich: Luxemburg (23,9 Prozent) und Hennegau (21,8 Prozent). Zum Vergleich: In Wallonisch-Brabant sind es gerade mal 8,5 Prozent. Ähnlich groß ist das Gefälle in Flandern - von 21,9 Prozent in Limburg bis 9 Prozent in Antwerpen.
Da liegt die Provinz Lüttich mit samt Ostbelgien letztlich ganz leicht „über Soll“ - mit einem Anteil von 13,5 Prozent neuer Appartements. Laut Erhebungen auch dank der weiterhin regen Bautätigkeit in den neun deutschsprachigen und den beiden Gemeinden der Malmedyer Wallonie.
HINTERGRUND
Für Ostbelgien am Puls der Zeit
Für die aktuell wieder vorsichtig positive Stimmung „am Markt“ spricht zweifellos auch der Zuspruch, den die anstehende Immobilienmesse in Eupen erfährt. Denn hier kann GE-Media als Organisator zwei Monate „vor Termin“ ausverkauft vermelden. Und das bei einem ausgeweiteten Platzangebot. Treffpunkt für alle Interessenten ist am Wochenende vom 22./23. März erneut die Eventlocation im vormaligen Eupen Plaza, wo die größtenteils bewährten Aussteller auf ihren rund vierzig Ständen beste räumliche und logistische Bedingungen vorfinden. Als besondere Annehmlichkeit gilt zudem das weitläufige Parkdeck „indoor“, das die Anreise für Aussteller (mit reichlich Aufbaumaterial „im Gepäck“) wie Besucher merklich erleichtert. In jedem Fall ist bereits jetzt gewährleistet, dass die Branche erneut in bewährter Vielfalt und Qualität „im Schaufenster steht“. Geöffnet ist die Messen am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Übrigens… In 2026 kehrt die I.M.O nach St.Vith zurück. Dann am 7./8. März, heißt: wie dieses Jahr in Eupen drei Wochen nach Karneval.

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