Littler gewann den einseitigen Showdown im Alexandra Palace von London gegen den früheren Dominator Michael van Gerwen mit 7:3 Sätzen.
Das von vielen Fans gewünschte Spektakel blieb aus, und das lag vor allem an van Gerwen. Der dreimalige Weltmeister legte nach großen Problemen auf die Doppelfelder einen Fehlstart hin und lag schnell mit 0:4 hinten, schon frühzeitig schien das Match entschieden. Littler blieb cool, leistete sich kaum Schwächephasen und stürmte gegen seinen verdutzten Rivalen unaufhaltsam zum Triumph.
Der Teenager spielte auf dem Weg zu seinem vierten Major-Titel starke 102,73 Punkte im Schnitt, van Gerwen hielt in seinem siebten WM-Finale mit 100,69 Punkten dagegen, traf allerdings nur 14 seiner 38 Versuche auf die Doppel. Littler bestach dagegen mit einer Doppelquote von über 50 Prozent.
18 Tage vor seinem 18. Geburtstag strich Littler damit nicht nur die rund 23 kg schwere Sid Waddell Trophy für seinen ersten WM-Titel ein, er erhält zudem den Siegercheck von insgesamt 500.000 Pfund Preisgeld (rund 603.000 Euro). Mit insgesamt 76 180ern - zwölf davon im Finale - schnappte sich „The Nuke“ zudem den Ballon d'Art für die meisten Maxima im Turnierverlauf.

Ausgerechnet seinen Finalgegner van Gerwen löste Littler als jüngsten Weltmeister der Geschichte der Professional Darts Corporation ab. „Mighty Mike“ hatte 2014 im Alter von 24 Jahren erstmals triumphiert und 2017 sowie 2019 weitere Titel folgen lassen.
Es ist der vorläufige Höhepunkt einer wundersamen Geschichte, die vor etwas mehr als einem Jahr begann. Bei der WM 2024 hatte Littler die Darts-Welt im Sturm erobert, erst im Finale war der damals noch 16-Jährige von Luke Humphries gestoppt worden. Nur noch jener Landsmann, der bei der diesjährigen WM bereits im Achtelfinale gescheitert war, steht in der Weltrangliste vor Littler. Dahinter lauert van Gerwen auf Platz drei. (mn/sid)

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