Studiengang „Soziale Arbeit“: „Wichtiger Schritt, dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken“

<p>An der AHS startet der neue Studiengang „Soziale Arbeit“.</p>
An der AHS startet der neue Studiengang „Soziale Arbeit“. | Foto: David Hagemann

Dieser Studiengang, der ab dem akademischen Jahr 2024/2025 beginnt und in Kooperation mit der Hochschule HELMo in Lüttich durchgeführt wird, sei ein „wichtiger Schritt, um dem wachsenden Fachkräftemangel im sozialen Sektor entgegenzuwirken“, heißt es in einer Mitteilung der liberalen Politikerin. Jadin erkundigte sich in der parlamentarischen Frage nach den spezifischen Kompetenzen, die die Absolventen erwerben sollen, der Rolle der ÖSHZ der neun Gemeinden bei der Gestaltung des Studiengangs sowie den Einschreibezahlen für das erste Studienjahr. Sie betonte die Dringlichkeit, gut ausgebildete Fachkräfte für den sozialen Bereich zu gewinnen, insbesondere in ländlichen Regionen, wo der Mangel an qualifiziertem Personal besonders deutlich spürbar sei.

Minister Franssen erklärte in seiner Antwort, dass das Kompetenzprofil für den Studiengang in enger Zusammenarbeit zwischen der AHS und den Akteuren des Sozialsektors entwickelt worden sei, um sicherzustellen, dass die Ausbildung den realen Bedürfnissen auf dem Arbeitsmarkt entspreche. Vertreter der ÖSHZ seien von Beginn an aktiv in die Gestaltung des Studiengangs eingebunden worden, um ihre spezifischen Anforderungen miteinzubeziehen. Auf die Frage zur regelmäßigen Anpassung der Lehrinhalte an die sich verändernde Gesetzeslage und Entwicklungen im sozialen Bereich erläuterte Franssen, dass dies durch regelmäßige Dozierendenversammlungen und Arbeitsgruppen, die eng mit dem Sozialsektor zusammenarbeiten, gewährleistet werde.

Viele Lehrende brächten außerdem Praxiserfahrungen in die Lehre ein, da sie nebenberuflich im sozialen Bereich tätig seien. Hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der Hochschule HELMo werde die Kooperation über eine Vereinbarung geregelt, die den Austausch von Dozierenden und Studierenden vorsehe. Im Rahmen dieser Partnerschaft würden einige Kurse von Dozierenden der HELMo an der AHS angeboten, während Studierende auch die Möglichkeit hätten, bestimmte Module an der Hochschule in Lüttich zu belegen.

Für das erste Studienjahr haben sich laut Mitteilung 23 Studierende in den neuen Bachelorstudiengang eingeschrieben. Die bisherigen Einschreibezahlen sowie die Motivation der Bewerber deuteten darauf hin, dass der Studiengang auf großes Interesse stoße, insbesondere bei jenen, die nach ihrem Abschluss in der DG arbeiten möchten. Minister Franssen habe abschließend erklärt, dass die Absolventen nach belgischem Recht als Sozialarbeiter anerkannt würden und zudem auch in anderen EU-Ländern problemlos tätig sein könnten, da die Ausbildung den europäischen Richtlinien entspreche. (red/kupo)

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