Windpark Emmels

Über die Miete der neuen Windräder in Verlängerung des bestehenden Windparks in Richtung Kaiserbaracke mit dem Argument, die Gemeinde würde zusätzlich zur Miete hohe Dividenden einstreichen.

BM Grommes und seine Mehrheit haben für die neuen Windräder eine Pacht von 60.000 Euro pro Jahr und Windrad mit „Ramba Zamba“ ausgehandelt. „Mehr war nicht drin“. Die Opposition war geschlossen dagegen. Nach jahrelangen Verhandlungen, u.a. auch nach erstrittener Bürgerbeteiligung, wurde stolz Vollzug vermeldet. Es kreißte der Berg und gebar eine Maus.

Kurzer Blick über den Tellerrand: Die Gemeinde Amel hat angekündigt, man erhalte zukünftig für den neuen Windpark Wolfsbusch 200.000 Euro pro Windrad. Höhere Masten und höhere Leistung. Dieser neue Windpark wird auf der anderen Seite der Autobahn – gegenüber unserer geplanten Erweiterung – gebaut. Unsere zukünftigen Anlagen werden eine Höhe von 200 Metern haben, und eine geringere Nennleistung. Wenn man jedoch beide Windparks vergleichen möchte, so müssten wir im Verhältnis zur Gemeinde Amel 135.000 Euro an Pachteinnahmen pro WKA und Jahr erzielen.

Das ergibt immerhin eine Mindereinnahme von ca. 300.000 Euro pro Jahr, auf die hier verzichtet wurde. Herr Grommes, der seit 2011 dem Verwaltungsrat der WINDFARM AG angehört, hat schlecht verhandelt.

In der Debatte machte er dann kurzerhand aus 60.000 Euro die gewünschten 200.000 €, indem er eine hohe Dividende ins Kalkül einbrachte. Diese Dividende würde jährlich aufgrund unserer Kapitalbeteiligung an der WINDFARM AG erzielt. Kurz zur Information: Im Wahljahr 2024 belief sich unsere Dividende (Geschäftsjahr 2023) auf 100.000 Euro, und in den fünf Jahren zuvor auf durchschnittlich 22.700 Euro pro Jahr.

Auch steigerungsbedürftig. Und noch eine Zahl. Herr Grommes wollte seine Verdienste ins Schaufenster stellen, indem er verkündete, er habe in der nun zu Ende gehenden Wahlperiode 20 Millionen Euro investiert. Auf der Bühne des Triangel ließ er in seinem Schlusswort aufhorchen, und verkündete Investitionen in Höhe von 25 Millionen. Fakt ist: Es wurden knapp 15 Millionen investiert, wobei die Projekte, die in 2018 schon in der Pipeline waren, auch in dieser Zahl berücksichtigt wurden. Tatsache ist auch: es wurden acht Projekte für insgesamt 4,1 Millionen Euro verschoben. Diese werden dann voraussichtlich in den kommenden Jahren verwirklicht.

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