Wertschätzung für Landwirtschaft

Ein Landwirt, der mit seinem Betrieb in der jetzigen Zeit überleben möchte, ist gefordert und das in vielen unterschiedlichen Bereichen. Die Größe der noch wenigen Betriebe in Eupen und Kettenis ist beachtlich. Das gesamte Management eines Betriebes hat an Komplexität deutlich zugenommen und wächst stetig. Der maschinelle Aufwand, um erfolgreich zu sein, ist enorm. Leider ist das Verständnis für die notwendigen Arbeiten des Landwirtes nicht immer gegeben und es kommt oft zu Missverständnissen. Sei es durch unvermeidbare Ruhestörungen während der Ernte, durch verdreckte Straßen durch landwirtschaftliche Gespanne, Güllegeruch,...

Zudem wird er leider zu häufig unberechtigter Weise unter Generalverdacht gestellt, wenn das Thema Tierwohl oder Monokulturen zur Sprache kommt. Die Landwirte in Eupen und Kettenis sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde und brauchen dringend wieder ein Sprachrohr im Stadtrat, damit ihre Sorgen und Nöte ernst genommen werden. Ob es nun um Hundekot oder gefährlichen Müll wie Getränkedosen und Plastikflaschen geht, die achtlos in die Wiesen geworfen werden und letztendlich dafür sorgen, dass Milchkühe qualvoll verenden.

Gemeinsam müssen wir für diese und noch viele andere Probleme Lösungen suchen. Die Wertschätzung für unsere Landwirtinnen und Landwirte sollte selbstverständlich sein. Der Landwirtschaftsbeirat der Stadt Eupen, der leider in der Vergangenheit etwas vernachlässigt wurde, muss unbedingt wieder reaktiviert werden. Dieses wichtige Gremium aus Experten ermöglicht es den Verantwortlichen, bei Bedarf zielgerechte Maßnahmen zu treffen. Wir dürfen nicht vergessen: Egal was auf unseren Tellern liegt, fast alles hatte seinen Ursprung in der Landwirtschaft!

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