Die Behauptung, dass die Innenstadt „entvölkert“ sei, stimmt nicht. In den letzten Jahren sind mehr Menschen in die Innenstadt gezogen. Die Probleme in der Unterstadt nach der Flut liegen auf der Hand, sind aber weniger drastisch als in den Nachbargemeinden. Eupen kennt eher einen Bevölkerungszuwachs in Höhe von 3,18% seit 2017.
Seit Jahren setzt sich die Stadt für gesunden Wohnraum ein, so zum Beispiel im Brauereihof, wo auch einen Seniorenwohngemeinschaft entstand. In Ihrem Beispiel Verviers wurden für die großen Renovierung seitens der Stadt vor allem Mittel der Wallonischen Region aufgerufen - die Zuständigkeit Wohnungsbau liegt aber bei der Deutschsprachige Gemeinschaft. Aktuell ist unklar, wie die Gemeinden Zuschüsse erhalten können, um selber in neue Wohnungsbauprojekte zu investieren.
Wir sind dennoch aktiv! Ich selbst habe aktiv die Gründung der sozialen Immobilienagentur Tri-Landum begleitet. Von 2015 bis heute konnten bereits 150 Mandate abgeschlossen werden – davon über 110 in Eupen. Tri-Landum bietet Wohnungen für Menschen, die auf dem privaten Markt schwer fündig werden. Der Mietpreis liegt bei 6,58 EUR/m², während er auf dem privaten Markt je nach Zustand der Wohnung zwischen 8 und 13 EUR/m² schwankt.
Es entsteht eine Win-Win Situation: Tri-Landum garantiert dem Eigentümer die Miete, deckt mögliche Schäden ab und sorgt für eine angemessene Begleitung der Mieter, die so in einem gesunden und bezahlbaren Zuhause leben können.
Zusätzlich gibt es 495 Wohnungen in Eupen und Kettenis, die von der Wohnungsbaugesellschaft ÖWOB verwaltet werden und die aktuell mit Mittel der Deutschsprachigen Gemeinschaft über einen EU-Fonds teilweise renoviert werden. Wir denken aber, dass alle Gemeinden zusammen an dem Thema Wohnungsbau arbeiten müssen, um auch ein Gleichgewicht an Sozialwohnungen zu schaffen. Denn aktuell befinden sich 90% der Sozialwohnungen im Norden der DG. Dennoch engagieren wir uns weiter! Im Rahmen des Wiederaufbaus der Unterstadt wollen wir 10 weitere Wohnungen schaffen, darunter auch gezielt Wohnungen für Familien.
Ach und ja, es gibt seit Jahren in Eupen eine Leerstandssteuer, die konsequent angewandt wird und die auch zu einem Rückgang an leerstehenden Wohnungen führt.
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