Zuletzt haben sich Kandidaten aller Listen gerne auf Eupener Veranstaltungen wie dem Lambertusmarkt oder dem Erntedankfest ablichten lassen und betont, wie schön und wichtig diese Feste für die Stadt sind. Jeder lobt die Arbeit des Verkehrsvereins und des Rates für Stadtmarketing (kurz RSM). Was kaum jemand weiß: Der Haushalt des RSM erhielt in den letzten Jahren keine Indexerhöhungen und hat somit faktisch deutlich weniger Handlungsmöglichkeiten. Das kommt einer drastischen Mittelkürzung gleich. Es fehlen demnach 28.500€ pro Jahr, die der RSM selbst erwirtschaften muss. Konkret ist dem Memorandum des RSM für die Wahlen zu entnehmen, dass man um Personal- und Veranstaltungseinschränkung nicht herumkommt, wenn die Indexpassungen nicht wieder einsetzen bzw. nachgeholt würden. Heißt im Klartext: Wenn die Stadtverantwortlichen weiter am Tourismus sparen, werde es kaum noch möglich sein, Veranstaltungen wie Public Viewing o.Ä. zu organisieren. Kurz: Einerseits schätzt man die Veranstaltungen, andererseits kürzt man die Mittel. Das passt nicht zusammen. Wer weiterhin tolle Events und Werbeengagement haben möchte, die auch überregionales Geld in die Stadt spülen, muss auch bereit sein, die handelnden Organisationen mit den entsprechenden Mitteln auszustatten – und zwar nachhaltig und zuverlässig. Die Offene Bürgerliste hat sich zum Ziel gesetzt, strategisch externe Kaufkraft nach Eupen zu führen, nicht nur um die Gastronomie und den Einzelhandel zu stützen, sondern auch um wieder interessant für Investoren jeder Art (z.B. für Hotels) zu werden. Sei es mit Veranstaltungen, Wandertourismus, einem Campingplatz, stadtnahen Wohnmobilstellplätzen oder einer lebendigen Städtepartnerschaft.
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