Eupen braucht eine proaktivere Wohnungspolitik!

Ich kandidiere unter anderem für den Eupener Stadtrat, weil mir die Entvölkerung der Innenstadt und insbesondere der Unterstadt Sorge bereitet und das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger in die Kommunalpolitik verloren gegangen ist. Ich möchte dazu beitragen, dieses Vertrauen wiederherzustellen.

Bezugnehmend auf einen BRF-Artikel (27.08.24), in dem Frau Bürgermeisterin Niessen folgende Frage gestellt wurde:

Aber fehlt es nicht in Eupen an Wohnraum? Braucht es da nicht eher mehr Bauland? Antwort von Frau Bürgermeisterin Niessen:

„Wir haben eigentlich in den letzten zwölf Jahren bewiesen, dass wir über 500 Wohneinheiten in Eupen geschaffen haben, ohne zusätzlich in landwirtschaftliche Fläche hineinzubauen, das heißt ohne zusätzliche Straßeninfrastruktur zu machen. Wir haben eher Flächen genommen, die in Anführungsstrichen „noch dazwischen lagen“. An den erschlossenen Straßen liegende Brachflächen.“

Ich finde es lobenswert, dass neuer Wohnraum geschaffen wurde. Aber was ist mit den bestehenden Häusern, Wohnungen und Geschäftsräumen im Zentrum der Ober- und Unterstadt? Manche Häuser stehen seit Jahren leer und sind baufällig. Vielleicht ist die Stadt nicht zuständig, weil die Gebäude in Privatbesitz sind, aber die Stadt ist trotzdem verantwortlich und sollte etwas dagegen unternehmen.

Gibt es eigentlich Strafzahlungen auf Leerstehende Wohnungen In Eupen?

Wenn mehr Menschen in der Stadt leben und konsumieren, ziehen auch Geschäfte nach und das Gefühl der Unsicherheit nimmt ab. Auch ohne die Anzahl Kameras und Polizeipräsenz zu erhöhen.

Doch wie kann das gelingen? Ein Beispiel aus Verviers, wo proaktive Wohnungspolitik erste Erfolge zeigen. (BRF-Artikel)

„Die strikte Nachverfolgung von leerstehendem Wohnraum in Verviers zeigt Erfolg.

50 Wohnungen wurden in den letzten acht Monaten renoviert und wieder bewohnt. Das meldet die Zeitung „La Meuse“. Im Rahmen ihrer proaktiven Wohnraumpolitik kontaktiert die Stadt regelmäßig Besitzer von leerstehenden Wohnungen. Fehlende Mietwohnungen sind in Verviers ein wichtiges Thema. Das Problem sind hohe Mieten, Leerstand oder Wohnungen in gesundheitsgefährdendem Zustand. Ziel der aktuellen Mehrheit ist, bis 2030 1.000 neue Wohnungen auf dem Mietmarkt zu haben. Dazu sollen auch die Einstellungen eines Präventionsbeauftragten und eines Verwaltungsbeamten für die Überwachung beitragen.“

Immer wieder heißt es, es muss neuer Wohnraum erschlossen werden. Ich werde mich dafür einsetzen, leerstehende Wohnungen und Häuser wieder zu bevölkern, um „neuen“ bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen.

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