Zinskonsolidierung hilft Häusermarkt

<p>Zinskonsolidierung hilft Häusermarkt</p>

Dass die Preise auf dem Immobilienmarkt weiter ein (leichtes) Hoch verzeichnen, dürfte bekannt sein. In der Übersicht der ersten sechs Monate dieses Jahres immerhin 2,3 Prozent - Altbau und Neubau ebenso wie Haus oder Appartement. Eine Quote, die trotzdem genau um ein Prozent unter der Steigerungsrate im Zeitraum 2020-2022 liegt, als der Markt „durch die Decke ging“. Und zugleich eineinhalb Prozent über den Verkaufserträgen des Vorjahres.

Als maßgebender Grund für letzteren Trend wird in der Branche die spürbare Konsolidierung auf dem Zinsmarkt bei aktuell circa dreieinhalb Prozent (und teils weniger) angesehen, nachdem vor Jahresfrist die extrem hohen Kreditzinsen die Aktivität stark ausgebremst hatten. Hierzu zwei aktuelle Zahlen… So beläuft sich der Kaufmittelwert pro Quadratmeter nunmehr auf 3.024 € für ein Appartement und 2.027 € für ein Haus.

Die gestiegene Nachfrage vor allem im zweiten Trimester (mit fortgesetztem Trend im Juli) hat zudem einen spürbaren Abbau des „Stocks“ zur Folge - um 9,7 Prozent. In der Tat setzen Verkaufsangebote in den Auslagen der Agenturen in der Zwischenzeit deutlich weniger Staub an. Gerade Hauskäufe haben in der ersten Jahreshälfte wieder verstärkt Interesse geweckt. Mit einer Steigerung von 1,4 Prozent gegenüber 1 Prozent bei Wohnungen. Wobei die Wallonie im Vergleich zu Brüssel und Flandern die Nase vorn hat.

Besonders in der Provinz Lüttich verzeichnen Hausverkäufe eine Preissteigerung um 4,5 Prozent - auf nunmehr im Schnitt 348.501 €, gefolgt von Hennegau (plus 3,5 Prozent * Mittelwert 299.036 €) und Namur (plus 2,5 Prozent * Mittelwert 320.725 €). Dagegen stagnieren Wallonisch Brabant und Luxemburg, wenngleich gerade südlich von Brüssel bei einem Mittelwert von 431.434 € weiterhin stattliche Preise aufgerufen werden.

Am meisten investieren muss ein Interessent beim Hauskauf weiterhin in der Provinz Flämisch Brabant mit 462.434 € - vor Antwerpen, Ostflandern, Westflandern und Limburg (bei Preissteigerungen zwischen 1,4 und 2,7 Prozent).

Auch bei einem anderen Wert rangiert Flandern vorne… In den fünf nördlichen Provinzen ist die Wohnfläche neuer Häuser in den vergangenen fünf Jahren um elf Quadratmeter angewachsen - gegenüber sieben Prozent zwischen Tournai und Lüttich.

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