Enttäuschung für Radsportlerin Lotte Kopecky: Beim olympischen Rad-Zeitfahren belegte die 29-jährige Flämin am Samstagnachmittag den sechsten Platz. Sie ärgerte sich im Ziel vor allem über einen Sturz auf regennasser Strecke, ohne den möglicherweise eine Medaille drin gewesen wäre. Denn Kopecky war hervorragend gestartet und hatte bei der ersten Zwischenzeit die beste Zwischenzeit. Nach dem Sturz fiel sie bei der zweiten Zwischenzeit auf den achten Platz zurück. Im Finale holte sie zwar auf, konnte aber nicht mehr um eine Medaille kämpfen. Die Straßenweltmeisterin absolvierte die 32,4 km lange Strecke in und um die französische Hauptstadt mit Start und Ziel am Invalidendom in 41,34 Minuten.

Gold im Zeitfahren sicherte sich Grace Brown aus Australien, die in sagenhaften 39:38,24 Minuten einfach unschlagbar war und mit einem großen Vorsprung ins Ziel kam. Silber ging an Anna Henderson (Großbritannien), die mit einem Rückstand von 1:31,59 Minuten ins Ziel kam. Platz drei und damit die Bronze-Medaille geht an die US-Amerikanerin Chloe Dygert (USA) (Rückstand auf die Siegerin: 1:32,46), Platz vier belgte Juliette Labous aus Frankreich, Rang fünf die Niederländerin Demi Vollering. Kopecky auf Platz sechs hatte fast zwei Minuten Rückstand auf die Tagessiegerin. Für einige Irritation sorgte der Auftritt der Slowenin Urska Pingart (38). Diese war anstatt Urska Zigart nominiert worden, der besten Fahrerin des Landes. Dies hatte nicht nur bei Zigart, sondern auch bei ihrem Freund - Tour-Sieger Tadej Pogacar - für großen, teils öffentlichen Unmut gesorgt. Pogacar sagte in der Folge seinen Paris-Start ab, offiziell wegen Müdigkeit. Pingart landete mit 5:28 Minuten Rückstand auf Platz 31 unter 35 Starterinnen. (belga/sid/sc)

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