England spielt nicht schön, aber erfolgreich

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Noch ein Sieg bis zum Titel: Bukayo Saka (rechts). | Foto: dpa

Aber sollte der Mittelfeld-Abräumer mit England tatsächlich Geschichte schreiben, gegen Spanien den EM-Titel holen, noch dazu in Deutschland – dann, ja dann wird er sich sein erstes „richtiges Bier“ genehmigen. „Ich werde mir wahrscheinlich die Nase zuhalten müssen“, sagt Rice vor dem Finale am Sonntag: „Ich hasse den Geruch.“

Auf der Insel haben sie sich in den vergangenen Wochen vor allem die Nase gerümpft, Scherzkekse behaupten gar, die Vorstellungen der Three Lions seien bisher trotz all der superteuren Stars wie Harry Kane, Jude Bellingham oder Phil Foden ohne ein paar Bier gar nicht zu ertragen gewesen. Aber: Sie stehen im Finale. Und so manch einer in England fühlt sich nun an die alten deutschen Mannschaften erinnert, die dauernd ins Endspiel kamen – und keiner wusste eigentlich warum.

„Die Leistungen waren schlecht, aber die Ergebnisse waren hervorragend“, sagt Ex-Nationalspieler Paul Robinson – England sei plötzlich eine „Turniermannschaft“. Das haben „sie gelernt. Und das ist nicht immer schön“, meint Robinson, aber „es geht darum, sich in eine Situation zu bringen, in der man den Wettbewerb gewinnen kann. England kann in einem einmaligen Spiel jeden schlagen.“ (sid/leo)

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