Roglic, der die Tour-Generalprobe nach 2022 zum zweiten Mal gewinnen könnte, setzte sich mit drei Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giulio Ciccone (Lidl-Trek) durch. Dritter wurde Roglics Teamkollege Alexandr Vlasov (+elf Sekunden).
Der wie Roglic am Vortag gestürzte Evenepoel wirkte angeschlagen und erreichte das Ziel als Achter mit 42 Sekunden Rückstand. Mit seinem zweiten Sieg im Bora-Trikot sicherte sich Roglic das Gelbe Trikot mit 19 Sekunden Vorsprung auf Evenepoel – bislang hatte er das Grüne Trikot für den Führenden in der Punktewertung getragen. Vor dem Start hatte Evenepoel noch gesagt: „Ich fühle mich ziemlich gut. Besser als erwartet. Ich hatte eine gute Nacht. Und alles fühlt sich gut an. Wir werden sehen, wie es sich anfühlt, wenn ich hart in die Pedale trete.“
Am Schlussanstieg machte das Bora-hansgrohe-Team einen ganz starken Eindruck. Roglic und Vlasov machten viel Tempo, auch der frühere Giro-Sieger Jai Hindley (Australien/10.) fuhr vorne mit.
Beim schweren Massensturz auf nasser Flachstrecke bei der in der Folge neutralisierten Etappe am Donnerstag waren Roglic und Evenepoel dem Anschein nach weitgehend unverletzt geblieben – anders als bei ihrem Crash während der Baskenland-Rundfahrt, der beiden eine wochenlange Pause bescherte, kamen sie wohl mit dem Schrecken und kleineren Blessuren davon. Beide dürften bei der Tour die zweimaligen Champions Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma-Lease a Bike) und Tadej Pogacar (Slowenien/UAE Team Emirates) herausfordern können.
Die Topfavoriten für die Tour, die beide bei der Dauphiné fehlen, hatten durch den Massensturz jeweils Rückschläge für die Frankreich-Rundfahrt erlitten. In Dylan van Baarle und Steven Kruijswijk werden zwei als Vingegaard-Unterstützer eingeplante Fahrer die Tour mit Knochenbrüchen verpassen. Pogacars Edelhelfer Juan Ayuso trat verletzt am Freitag nicht mehr zur Etappe an, Einzelheiten zum Zustand des Vuelta-Vierten aus Spanien teilte das UAE-Team nicht mit.
Die Dauphiné endet am Wochenende mit zwei weiteren Bergankünften, am Samstag geht es über 155,3 Kilometer von Albertville nach Samoens. (dpa/belga/leo)

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