Wenn ein rauer Wind des Wandels aus Patagonien weht

<p>Javier Milei, Präsident von Argentinien, spricht während der „Viva 24“-Veranstaltung von VOX im Palacio de Vistalegre.</p>
Javier Milei, Präsident von Argentinien, spricht während der „Viva 24“-Veranstaltung von VOX im Palacio de Vistalegre. | Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS

Es ist schon erstaunlich: Da ist von großen Herausforderungen, von Zeitenwenden, von der größten Transformation aller Zeiten die Rede, aber im Konkreten ändert sich wenig: Zaudern, bestenfalls Kosmetik, in vielen Fällen Stillstand oder ein defensi

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Kommentare

  • "Dutzende Verletzte bei Protesten gegen Sparpolitik von Milei
    Im argentinischen Kongress wurde ein Reformpaket der Regierung von Präsident Javier Milei diskutiert, draußen gerieten Demonstranten und Polizisten aneinander. Unter den Verletzten sind auch fünf Oppositionspolitiker."
    (SPON 13.06.2024 ohne Abo zu lesen)

    Beim Lesen kam mir dieses "Wochenbuch" von Herrn Schröder in den Sinn. Darin zieht er Parallelen zwischen Argentinien und der EU.
    Was bezweckt Herr Schröder mit seinem Vergleich?

    Eine Passage gibt einen Hinweis:
    ".Ob das mit den aktuellen Demokratiemodellen der meisten europäischen Staaten gelingt, bleibt dahingestellt. Die meisten Staatssysteme sehen keinen mächtigen Regierungschefs und kein Regieren mit Dekreten vor, quälen sich stattdessen in langen Prozessen der Konsensfindung zu bestenfalls kosmetischen Reformen und erschöpfen sich in der Abwehr extremistischer Parteien bzw. im Selbsterhalt."

    Der Herr Schröder scheint unterschwellig zu bedauern, dass es in "den meisten Staatssystemen" und in der EU keinen starken Mann gibt, der wie Milei "die Motorsäge an das alte System" legen könnte und der "von oben nach unten durchregieren" könnte, wie es mal ein ostbelgischer Kulturanthropologe formulierte, der in dieser Hinsicht großen Respekt vor den Diktaturen in den Golfstaaten zeigte.

    Natürlich ist Herr Scholzen viel zu gewitzt, um solches Liebäugeln nicht gleich zu relativieren: "Es wäre übertrieben eine ähnliche Radikalkur für die EU und ihre Mitgliedstaaten zu fordern."
    Aber ein bisschen radikal darf es schon sein?

    Interessant: Vor ein paar Jahren hat ein gewisser David Engels ein Buch über Europa geschrieben mit dem bezeichnenden Titel "Auf dem Weg ins Imperium". Darin prophezeite er, die EU werde zukünftig von einem neuen Augustus regiert werden. Ursula von der Leyen als Augusta ?

  • Danke für diesen Kommentar, Herr Schleck!

    Ich war von diesen wirren schröder’schen Gedanken zu sehr angewidert, um Zeit und Energie in eine Replik zu stecken. Neben Milei ist der „(il)liberale“ Wochenbuch-Autor sicher auch glühender Anhänger von „Geisterfahrer“ Bouchez und vielleicht sehnt er sich ja tatsächlich nach einem starken Führer, mit oder ohne… Kettensäge. Sein Wochenbuch lässt mal wieder Interpretationen in viele Richtungen zu. Für den Fall, dass die Luft dünner wird, versteht sich.

    Was den Ideologen der Neuen Rechten, David Engels betrifft, lohnt ein Blick in den Wikipedia-Eintrag und neben seinen Büchern, dessen Beiträge in neurechten bis rechtsextremen Publikationen. Auch hier beredte Zeichen dafür, dass Intelligenz und Bildung vor ethischen Abgründen nicht schützt.

    Der Schoß ist fruchtbar noch… in Posen und womöglich bei dem, der „Bayern kuriert“.

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2 Comments