Ökologischer Umbau darf kein Diktat sein

 Wir Ostbelgier haben einen Ziegelstein im Bauch. Das soll auch so bleiben. Als Architektin und Abgeordnete in Namür will ich daran arbeiten. In der Politik muss Vernunft statt Ideologie walten. Wohnungs- und Hausbesitzer sehen ihr Eigentum ernsthaft in Gefahr.

Wohnraum ist knapp und teuer. Steigende Zusatzkosten, mehr Bürokratie und immer höhere Klimaschutzbestimmungen bringen neue Herausforderungen. Die EU diktiert immer neue „Klimaregeln“, die auch in Wallonie und DG umgesetzt werden müssen. Bald sollen Kohle- und Ölheizungen verboten werden. Das ist vor allem in der Eifel ein echtes Problem. Außerdem müssen Häuser demnächst so isoliert werden, dass sie bei einem Eigentumswechsel im 5 Jahrestakt in die nächsthöhere Energieklasse aufsteigen.Viele können sich das nicht leisten. Die Energiemaßnahmen werden damit zu einer schleichenden Enteignung. Ökodiktate treffen vor allem ärmere Bürger.

Das gleiche gilt auch für die Landwirtschaft. Die Bauern keuchen unter Bürokratie. Die Korrekturen nach den Bauernprotesten, die im Rahmen der Kompetenzen der Wallonie umgesetzt wurden, reichen in unseren Augen nicht aus. Die EU-Landwirtschaftspolitik muss Bauern wie Erwachsene behandeln. Statt die Agrarindustrie muss die EU-Politik kleine Betriebe unterstützen, die ihre Produkte lokal verkaufen. Das ist ökologisch sinnvoll. Landwirte müssen von ihrer Arbeit leben können. Zusätzliche Aufgaben müssen vergütet werden.

Diese Wahl ist eine Richtungswahl. Wir brauchen eine realistische Politik. Der ökologische Umbau braucht Zeit und Augenmaß. Dafür will ich mich auch in Zukunft in Namür einsetzen. Deshalb kämpfe ich für eine starke MR mit einer führenden Rolle in der Wallonischen Region.

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