Kapelle Krewinkel

Überaus deutlich hat die Ministerin die Gemeinde aufgefordert, ihre Verantwortung für die Wandmalereien endlich zu übernehmen. Die Reaktion wie gehabt: verantwortungslos und kulturlos. Mehr noch: eine glatte Abfuhr für die Ministerin, der er sogar Wahlkampfmanöver unterstellt!? Ansonsten: Ablenken vom Wesentlichen, Nebenkriegsschauplätze – so der unerhörte Vorwurf an die VoG, als sei sie für die Malereien zuständig gewesen! Sie hat jahrelang die Kapelle im Rahmen ihrer Möglichkeiten gepflegt, belebt, mit Fachleuten auf die Dringlichkeit hingewiesen.

Nein, die Gemeinde allein hat diese Verantwortung; dies hätte schon damals geschehen müssen. Aber das war damals nicht durchzusetzen, zu groß waren die Widerstände gerade auch im GR. Und einer der heftigsten Kritiker war... F. Wirtz. Ihm und anderen war das ganze Projekt „viiiel zu teuer“. (Zur Info: Gesamtkosten 24.141.309BEF (603.000Euro), zu Lasten der Gemeinde 6.054.000 BEF (150.000Euro). Die vielen GR-Beschlüsse waren Zitterpartien: wird es eine Mehrheit geben? Es ist sicher: ohne die großzügige Unterstützung durch Ritter Bourseaux persönlich und die König-Balduin-Stiftung wäre die Kapelle nicht restauriert worden. Letztlich waren die Befürworter froh, dass der Bau an sich gerettet war – in dem Bewusstsein: die Malereien müssen noch gesichert werden. (Ausführliche Infos über die äußerst komplizierten Verwaltungswege in der Festschrift 2002). Seitdem hatte F. Wirtz viele Jahre Zeit, endlich das nötige Interesse und den Respekt vor diesem bedeutenden Kulturdenkmal, dem Erbe der Vorfahren zu beweisen. Aber er hat andere Prioritäten: kein Geld für Wandmalereien, wohl für größenwahnsinnige Millionenprojekte – so wird er in die Geschichte eingehen.

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