Wir müssen reden: Unbewusste Privilegien und Vorurteile hinterfragen

Auf sozialen Medien werden Videos mit rassistischen Parolen geteilt, wie z.B. auf Sylt im Biergarten. Die Menschen, die darauf reagieren, sind empört – nicht überrascht. Denn Rassismus gehört leider zum Alltag.

Gemeinsam müssen wir uns Rassismus und allen anderen Formen der Diskriminierung entgegenstellen und das Zusammenleben stärken. Diskriminierung betrifft viele. Menschen werden aufgrund von Beeinträchtigungen, Geschlecht, Religion, Alter, sexueller Identität oder ethnischer Herkunft ausgegrenzt.

Diese Vielfalt, die unsere Gesellschaft mit sich bringt, ist eine Stärke. Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit anderen Kulturen und Lebensrealitäten können voneinander und miteinander lernen. Gemeinsam sind wir in der Lage, Krisen zu überwinden und positive Lösungen für eine gerechtere Zukunft zu finden.

Im Folgenden finden Sie sechs Aussagen. Wenn Sie alle bestätigen können, dann sind Sie wahrscheinlich ein sehr privilegierter Mensch.

1. Ich war nie der oder die Einzige im Raum, die anders aussah (in Bezug auf meine ethnische Zugehörigkeit).

2. Niemand hat meine Herkunft hinterfragt (Bsp.: „Ja aber, wo kommst du WIRKLICH her?“).

3. Ich habe noch nie die Erfahrung gemacht, ohne Grund verdächtigt zu werden.

4. Ich musste meinen Eltern nichts von rassistischer Belästigung erzählen.

5. Ich kann ein Pflaster finden, das die gleiche Farbe hat wie meine Haut.

6. Ich muss keine Angst vor Belästigung oder unangemessenen Gesprächen aufgrund meiner Zugehörigkeit haben.

Diese Privilegien anzuerkennen kann uns Menschen helfen, die Normen der Gesellschaft zu erkennen und aufzubrechen. Uns daran zu wagen, benötigt aktive Handlungen. Anti-Diskriminierung beginnt bei jedem und jeder einzelnen.

Der erste Schritt ist eine Selbstreflexion. Welche (unbewussten) Vorurteile habe ich? (Und ja, wir haben die alle!)

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