„Er war ein unvergesslicher ‚homme de lettres’, ein unermüdlicher Schriftsteller und ein ethnografischer Forscher der wallonischen Urgründe. Er war etwa 20 Jahre bei ‘Krautgarten’ und im Vorstand der deutschsprachigen Literaturzeitschrift. Seine eigene Buchbilanz zählt mehr als 40 Werke“, schreibt der ehemalige „Krautgarten“-Herausgeber Bruno Kartheuser. „Er war Journalist, Kunstkritiker, Buchrezensent, Autor von Künstlerporträts und nicht zuletzt unsere starke und hochkompetente Hilfe für alles, was im Rahmen der Literaturzeitschrift mit Französisch zu tun hatte“, so Kartheuser. „Er hat meine 2.000 Seiten „Tulle" (in der französischen Fassung) lektoriert und korrigiert“, fügt er hinzu.
Sein thematisches Steckenpferd seien die Ardennen, die Sagen der Wallonie, die Hexerei und Zauberei gewesen. In den letzten sieben bis acht Jahren hat er eine Analyse in drei Bänden der Comic-Welt von Didier Comès (der aus Sourbrodt stammte) verfasst. „Er war die Liebenswürdigkeit in Person, um uns im Rahmen der Zeitschrift zu helfen und deren Ausweitung zu begünstigen. Er war besonders befreundet mit Robert Schaus, der ja auch Bücher in den beiden Sprachen schrieb. Albert Moxhet war ein ganz Großer mit einer biblischen Diskretion und Bescheidenheit, ein ‘homo faber’, wie er im Buche steht, das heißt ein unermüdlicher Schaffer bis zur letzten Stunde“, würdigt ihn Kartheuser und nennt ihn einen „bescheidenen Riesen“. (red/sc)
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