Pogacar gewinnt auch zweite Giro-Bergankunft

<p>Wieder eine Klasse für sich: Tadej Pogacar baut seinen Vorsprung beim Giro weiter aus.</p>
Wieder eine Klasse für sich: Tadej Pogacar baut seinen Vorsprung beim Giro weiter aus. | Foto: Photo News

Nach 153 Kilometern von Spoleto nach Prati di Tivo trat Pogacar rund 200 Meter vor dem Ziel an. Martinez suchte das Hinterrad des zweimaligen Tour-de-France-Siegers, mehr gelang dem Kolumbianer aber nicht mehr. Zeitgleich auf Rang drei kam der Australier Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale).

Freuen durfte sich auch wieder Youngster Cian Uijtdebroeks (Visma-Lease a Bike), der sich mit zwei Sekunden Rückstand Platz sieben sicherte und damit nach nur einem Tag das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers zurückholte.

„Ich habe es heute nicht erwartet“, sagte Pogacar im Siegerinterview: „Wir sind als Team gut gefahren. Das Team hat einen guten Job gemacht, vor allem Rafal.“ Sein Helfer Rafal Majka hatte Pogacar zuvor in eine perfekte Position gebracht.

Dank der Bonussekunden für den Sieg distanzierte Pogacar Martinez im Gesamtklassement um weitere vier Sekunden. Pogacar hatte bereits die erste Bergankunft auf der zweiten Etappe bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt für sich entschieden sowie das Zeitfahren am Vortag.

Am Samstag hielt sich der 25-Jährige im Peloton zunächst zurück, vor allem Majka führte Pogacar dann den 14,6 km langen Schlussanstieg hinauf. Mehrere Attacken auf dem letzten Kilometer der Konkurrenz erstickte Pogacar im Keim, bevor er selbst das Tempo anzog.

Zuvor hatte sich zu Beginn des Rennens eine Fluchtgruppe abgesetzt. Zu dieser gehörten auch die Deutschen Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) und Routinier Simon Geschke (Cofidis). Die Ausreißer wurden jedoch rund zehn Kilometer vor der vom Etappenrennen Tirreno-Adriatico bekannten Bergankunft gestellt.

Die letzten Kilometer aber kontrollierte Pogacars UAE-Team. Pogacar, der dem Double aus Giro- und Tour-Sieg nachjagt, trat dann aus dem Windschatten von Majka und fuhr zum Sieg.

Die neunte Etappe am Sonntag führt über 206 Kilometer von Avezzano nach Neapel. Danach folgt der erste Ruhetag. (sid/leo)

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