Freddy Derwahl: „Die SP wird es sehr schwer haben“

<p>Freddy Derwahl: „Ich habe bei meinen Kritikern keine guten Karten.“</p>
Freddy Derwahl: „Ich habe bei meinen Kritikern keine guten Karten.“ | Foto: David Hagemann


Herr Derwahl, was sagen Sie ganz grundsätzlich zum Ausgang der PDG-Wahlen?

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Kommentare

  • Wenn die „barsche Abholzung“ des Waisenbüschchens viele Menschen enttäuscht hat, sollte man diese Enttäuschung (obwohl dies offensichtlich zur Dämonisierungskampagne gegen die Eupener Bürgermeisterin gehört) nicht allein bei Claudia Niessen abladen, sondern bei ALLEN im Stadtrat vertretenen Parteien und Gemeinderatsmitgliedern, die EINSTIMMIG im Dezember 2022 für eine längst überfällige Sanierung des Waisenbüschchens bzw. Teilumwandlung in einen Niederwald gestimmt haben. Dies übrigens nach Gutachten bzw. ausdrücklicher Empfehlung der Forstverwaltung und Befragung der Naturschutzvereinigung AVES.

    Auch Freddy Derwahl scheint an Fakten kein besonderes Interesse zu haben, anders kann man seine undifferenzierte Aussage nicht werten. Er folgt halt auch nur seiner - je nach Windrichtung - politischen Agenda.

  • Zu dem Waisenbüschchen in Eupen kann ich nicht viel sagen, aber es wird wohl so sein wie Dieter Leonard es darstellt. Der Rest des Interviews sind dann eine Reihe von aneinandergereihten Suggestivfragen, die Freddy Derwahl geschickt zur Selbstdarstellung umzumünzen versteht.
    Toll! Das gerade er sich "seit 1968 für unsere Autonomie engagiert hat" kann ich zum Beispiel nicht nachvollziehen. Da wüsste ich Bessere, wie zum Beispiel CUW und PDB und deren Protagonisten. Hätten Schyns und er mit der gesamten PSC/CSP damals nicht auf die Bremse getreten, so würden wir heute schon als eigene Region unsere Autonomie verwalten und müssten nicht vielleicht ein weiteres Mal fünfzig Jahre warten, bis es dazu kommt, wenn überhaupt.
    Mir erschließt sich auch nicht, wieso der Chefredakteur ihn zu solchen Themen zu Wort kommen lässt, wie der Zustand der SP. Was qualifiziert Freddy mehr als jeden Anderen, sich dazu in der Öffentlichkeit zu dieser und all den Suggestivfragen zu äußern? Als einer unter mehreren Bürgern fand ich es auch nicht gut, dass die SP neben dem Stuhl gesetzt wurde, einzig deshalb weil mit ihr das gesamte Spektrum von Mitte links bis Mitte rechts in der Regierung repräsentiert wäre, was nicht die schlechteste Lösung ist.
    Ansonsten lassen sowohl Niermann als auch der Krautgarten Freddy Derwahl noch immer nicht ganz los. Dabei habe ich in Erinnerung, dass er doch diese Keile in unsere Gesellschaft getrieben hat.
    Es steht dem Chefredakteur selbstverständlich frei, wen auch immer zu interviewen, auch Mathieu Grosch natürlich. Aber ich meine, als einzige Tageszeitung in unserer Heimat wäre es eine wohltuende Pflicht, ein breites Forum für gesellschaftliche Meinungen zu schaffen, gerade in diesen Zeiten. Ein Small talk der Selbstbeweihräucherungsgesellschaft ist fehl am Platz, dann eher Hard talk (BBC) auf den Punkt.

  • Ja, Herr Janssen, es ist wirklich so, wie Herr Leonard es beschrieben hat. Wenn Herr Derwahl es darstellt, als sei die "barsche" Abholzung eine einsame Entscheidung der Bürgermeisterin gewesen, so sagt er die Unwahrheit.

    Für ihn, der sich so viel auf seine journalistische Laufbahn zugutehält (eine "Berufung", also quasi ein Priestertum im Dienste der Wahrheit), wäre es ein Leichtes gewesen, das Protokoll der Sitzung vom 12. Dezember 2022 nachzulesen, das ohne Mühe im Internet zu finden ist.

    Um ihm und den Lesern diese Mühe zu ersparen, hier der entsprechende Passus:
    „Zu 20 - Nachtrag zum Forsteinrichtungsplan: Anpassung der Bewirtschaftungsweise des Stadtwaldes Waisenbusch
    DER STADTRAT, […]
    Auf Vorschlag des Gemeindekollegiums sowie nach Beratung im Finanzausschuss,
    beschließt einstimmig [d.h. alle 17 anwesenden Ratsmitglieder],dem Vorschlag der Forstverwaltung zur angepassten Bewirtschaftungsweise des nordöstlichen Teils des Waisenbusches (ca. 2ha) mit starkem Eingriff in die Altholzschicht zu folgen im Hinblick auf die waldbauliche Umwandlung vom Hochwald zum Niederwald/Mittelwald.
    ]Der südwestliche Teil des Waisenbusches wird weiterhin in seiner derzeitigen Hochwaldstruktur bewirtschaftet."

    Ob Herr Derwahl den Mut hat, an gleicher Stelle seine Aussage zu berichtigen, bleibt abzuwarten.
    Was würde sein „väterlicher Freund“, der Benediktinermönch Anselm Grün wohl dazu sagen?
    A propos „väterlich“: Der Mann ist am 14. Januar 1945 geboren, Freddy Derwahl am 16. November 1946. Beide sind also praktisch gleich alt…

  • Einige Anmerkungen zu Derwahls Aussage über Bruno Kartheuser:
    „Meine Hoffnung ist, dass er nicht zögert, Bruno Kartheusers ‚Krautgarten‘ wieder aufblühen zu lassen. Das ist eine überfällige Reform. Für die Eifel eine verdiente Geste, für uns alle eine Bereicherung.“

    Es ist ja schön, dass Herr Derwahl sich für seinen ehemaligen Freund, dann Erzfeind und nun erneuten Freund Bruno Kartheuser einsetzt, mit der „Hoffnung“, der Minister werde „ohne zu zögern“ die 2017 eingestellte Zeitschrift wieder „aufblühen“ lassen.
    Damit ist sicher die volle Gießkanne mit Subsidien gemeint, die der Minister über ein – wohlgemerkt – längst nicht mehr bestehendes Gemüsebeet ausgießen sollte.

    Ist es die Aufgabe der Politik und speziell des für Kulturfragen zuständigen Ministers, die Initiative zu ergreifen? Müsste nicht der damalige Herausgeber selbst aktiv werden, ein neues, tragfähiges Konzept erstellen, um damit dann den Minister zu überzeugen, seinerseits ein Startkapital beizusteuern?
    Hat Herr Derwahl seinen Vorstoß mit ihm abgesprochen?

    Im Übrigen ist noch in guter Erinnerung, wie Herr Kartheuser früher gegen die „ausschließlich bürokratische, starre und realitätsfremde Arbeitsweise“ der Politikerkaste in der DG gewettert hat, und jetzt soll er sich diesen Leuten unterwerfen?

    Zu sehr ist doch auch noch in Erinnerung, wie der Historiker Kartheuser seine Kollegen damals als „Krippenhistoriker“ verunglimpft hat, weil sie an der Futterkrippe der DG alimentiert würden und dadurch ihre Objektivität verloren hätten. Meint Herr Derwahl, Bruno Kartheuser wollte allen Ernstes ein „Krippenlyriker“ werden und vor dem Minister und seiner Verwaltung katzbuckeln?

    Zudem sei daran erinnert, dass Herr Kartheuser an der Eifel, seiner Heimatregion, und an seiner Heimatgemeinde St. Vith kein gutes Haar gelassen hat: die Eifel, eine „tumbe Region“, in der eine „latente Neufaschisierung“ stattfindet“, St. Vith, wo „das Hakenkreuz die Straße regiert“.
    Ist das die kulturelle „Bereicherung“ durch Herrn Kartheuser, von der Herr Derwahl schwärmt?

    Da dieses Projekt dann auch von den Bürgern durch ihre Steuergelder finanziert werden müsste, wäre es auch interessant, deren Reaktionen zu kennen.
    Besteht ein Interesse an Lyrik wie dieser hier:
    „Was ist des Deutschen Vaterland?
    Ist’s, wo die Kuh latscht futterwärts
    und lauthals schlägt manch Mutterherz?
    Wo Neid auf Rostlauben und Bier
    aufkommt und genießt sie Hans Hartzvier?
    O no und nein!
    Der Schlander kann noch böser sein.“
    (Auszug aus „Das schlande Deutschganz soll es sein“ von Wilhelm Bartsch, veröffentlicht in der „Totentanznummer“ des KG vom November 2017)

  • Interessante und aufschlussreiche Recherche bzw. Sichtweise, Herr Schleck!

    Ein z.Z. im US-Wahlkampf zur Umschreibung des Verhaltens des Duos Trump-Vance benutztes Adjektiv lautet: „weird“ (seltsam).

    Träfe auch hier ins… Schwarze.

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