In Hollywood laufen die Oscar-Vorbereitungen. Der rote Teppich wird verlegt, die Filmakademie gibt weitere Stargäste bekannt, darunter Barbra Streisand und Tennis-Star Serena Williams. Und doch werden in diesem Jahr die Oscars auch anders sein als bisher. Die „Me-too-Affäre hat ihre Spuren hinterlassen. Auch einige andere Vorkommnisse wirken noch nach.
Wenige Tage vor der Oscar-Gala ist der rote Teppich für Hollywoods große Show ausgerollt worden. Über 250 Meter lang und gut zehn Meter breit bedeckt der Teppich ein Stück des sonst stark befahrenen Hollywood Boulevards. Den „Roll Out“ am Mittwoch (Ortszeit) verfolgten Dutzende Kamerateams und Fotografen mit.
Am Sonntag laufen dort die Oscar-Gäste entlang zum Eingang des Dolby-Theaters, wo die Trophäen zum 91. Mal verliehen werden. Bis dahin installieren Dutzende Helfer den berühmten Laufsteg, stutzen Kanten und verschweißen Nahtstellen.
Dazu werden Absperrungen und Tribünen für mehr als 700 Fans und für die Presse aufgebaut. Auch in diesem Jahr wird wieder ein durchsichtiges Plastikdach über die Flaniermeile gespannt. Der Straßenabschnitt ist eine gute Woche für den Verkehr gesperrt.
Die Oscar-Akademie gab am Mittwoch elf weitere prominente Helfer bekannt, die auf der Bühne die acht Kandidaten in der Sparte „Bester Film“ vorstellen sollen. Zu der Gruppe zählen die Sängerinnen und Schauspielerinnen Barbra Streisand und Queen Latifah, der schwarze Abgeordnete und Bürgerrechtler John Lewis, Tennis-Star Serena Williams und der spanisch-amerikanische Küchenchef José Andrés. Als Filmliebhaber sollen sie ihre Einschätzung der nominierten Werke geben, hieß es.
Zuvor hatte der Filmverband bereits gut 40 Stars benannt, die Trophäen aushändigen werden, darunter Schauspieler wie Michael Keaton, Helen Mirren und Daniel Craig. Die Show geht in diesem Jahr erstmals seit 1989 ohne einen Moderator über die Bühne.
Der belgische Beitrag „Girl“ von Lukas Dhondt schaffte es zwar in die ursprüngliche Auswahl, wurde dann aber im Lauf der weiteren Selektion eliminiert. Belgien ist diesmal also nicht dabei. (dpa/os)




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