Linksbündnis in Frankreich steht vor Bruch

<p>Jean-Luc Mélenchon (Bildmitte) hat den Bruch mit seinem Verhalten vorangetrieben.</p>
Jean-Luc Mélenchon (Bildmitte) hat den Bruch mit seinem Verhalten vorangetrieben. | Foto: afp

Die Sozialisten setzen ihre Mitarbeit in dem Bündnis, das der stärkste Oppositionsblock im Pariser Parlament ist, vorerst aus, wie die Partei am frühen Mittwochmorgen entschied. Der Gründungsvater der Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, behindere mit seinem dominanten Agieren die Arbeit des Linksbündnisses, hieß es zur Begründung. „Vor 18 Monaten war es Jean-Luc Mélenchon gelungen, die Linke zusammenzubringen. Heute ist er zu einem Hindernis für die Vereinigung geworden.“

Zu dem schon länger schwelenden Unmut kam nun Kritik an Mélenchon, weil dieser die Hamas nach ihrem Angriff auf Israel nicht klar als Terrororganisation bezeichnete. Auch den Kommunisten stieß dies auf, in einer Resolution forderten sie am Sonntag einen neuen Typ von Bündnis. Die Sozialisten riefen nun ebenfalls dazu auf, einen neuen Rahmen der Zusammenarbeit zu finden, um als Linke weiter gemeinsam zu agieren. Das Bündnis Nouvelle Union Populaire Écologique et Sociale (NUPES) agierte im Parlament bislang geschlossen, ist aber keine Fraktion. Was die Entscheidung der Sozialisten und die Resolution der Kommunisten für die Zusammenarbeit konkret bedeutet, ist noch offen. (dpa/calü)

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