„Die Berufliche Orientierung ist von entscheidender Bedeutung, um unseren Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, die Arbeitswelt zu verstehen, verschiedene Berufe auszuprobieren und Strukturen in der Arbeitswelt näher kennenzulernen“, wird Beschäftigungsministerin Isabelle Weykmans (PFF) in einer Mitteilung zitiert.
Dieses Programm eröffne auch den Unternehmern die Möglichkeit, Schülern Einblicke in ihre Betriebe zu gewähren und sich als attraktive Ausbilder und Arbeitgeber zu präsentieren. Zum Hintergrund: Die Berufliche Orientierung ist nun fester Bestandteil der Lehrpläne in den Schulen in der DG. Das Ziel dieses Programms ist es, Kindern und Jugendlichen während der gesamten Schullaufbahn bei der Entscheidung für ihren zukünftigen Berufsweg zu unterstützen, sei es eine (duale) Ausbildung oder ein Studium. Schüler haben die Chance, in Berufsfelder hineinzuschnuppern. Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen sind aufgerufen, ihre Türen zu öffnen, damit junge Menschen von ihnen lernen, verschiedene Aufgaben ausprobieren und ihre berufliche Neigung erkunden können.
Der Rahmenplan der Beruflichen Orientierung sieht konkret vor, dass Schüler schon in der 5. bis 6. Primarklasse anhand der Berufserkundung erste Einblicke in die Arbeitswelt erhalten. Sie würden im Klassenverband Berufsfelder oder spezifische Tätigkeiten auskundschaften, um ein besseres Verständnis für die jeweiligen Berufsbilder zu entwickeln. Im Alter von 13 bzw. 14 Jahren (2. Sekundar) werden die Schüler einen Tag zur Hospitation in einem Unternehmen verbringen, um den Arbeitsalltag hautnah zu erleben und altersgerechte Aufgaben zu übernehmen. Mit 14 bzw. 15 Jahren (3. Sekundar) folgt die Betriebserkundung. Ein erneuter Besuch in einem Unternehmen im Klassenverband, um Arbeitsabläufe und Unternehmensstrukturen zu studieren und zu verstehen. Der letzte Teil des Rahmenplans sieht ein Praktikum von mindestens drei Tagen in einem Unternehmen vor, das die Schüler im 4. Sekundar (im Alter von 15 bzw. 16 Jahren
) eigenständig absolvieren. Das Interesse an verschiedenen Berufen soll durch die Berufs- und Betriebserkundung geweckt werden und das Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenzen sollen durch die Hospitation und das Praktikum gestärkt und erweitert werden, um die Schüler auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, hieß es. Hauptziel des neuen Rahmenplans ist, jungen Menschen eine umfassende Unterstützung bei ihrer Berufswahl zu bieten. Zudem soll den ostbelgischen Unternehmen bei der Bewältigung des Fachkräftemangels geholfen werden. Die Unternehmen hätten die Chance, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren und junge Menschen dazu zu motivieren, eine Karriere in ihren Betrieben zu erwägen. (red/sc)
Weitere Infos sowie Leitfäden, FAQs, Musterabläufe etc. gibt es auf folgender Internetseite: www.berufsroute.be.

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