CSP-Klausurtagung im Kloster Heidberg – Jérôme Franssen: „Es geht auch anders“

<p>Im Kloster Heidberg versammelten sich der CSP-Vorstand, Mandatare und Mitglieder der Jungen Mitte zu einer Klausurtagung.</p>
Im Kloster Heidberg versammelten sich der CSP-Vorstand, Mandatare und Mitglieder der Jungen Mitte zu einer Klausurtagung. | Foto: Privat

Gemeinsam mit Fachexperten diskutierten sie die Themenbereiche „Pflege“ sowie „Raumordnung und Bauen“, die „in den Augen der CSP für die Menschen in Ostbelgien elementar wichtig sind“, wie die Partei am Freitag in einem Kommuniqué mitteilte.

Es sei ihre erste Klausurtagung in diesem Jahr gewesen, heißt es darin weiter. Am Vormittag habe der Pflegesektor in Ostbelgien im Mittelpunkt der Diskussionen gestanden, in den die eingeladenen Experten den Anwesenden einen umfassenden Einblick gewährten und spannende Impulse für zukünftige Entwicklungen vermittelt hätten.

Der Pflegesektor erlebe nicht nur in Ostbelgien, sondern europaweit, eine herausfordernde Phase aufgrund des demografischen Wandels. In den kommenden Jahren würden immer mehr Menschen Pflege benötigen, wogegen der Pflegesektor auch von einem bedrohlichen Fachkräftemangel konfrontiert sei. Es sei daher wichtig, dass die CSP die richtigen Weichen stelle und dem Sektor die Priorität eingeräumt werde, die er verdiene. Auch in Ostbelgien könne man mittel- und langfristig dem Sektor durch sehr konkrete Maßnahmen helfen. So behinderten aktuell zu starre bürokratische Normen die tägliche Arbeit in der Pflege. Statt fester Vorgaben und Quoten sollten flexible Richtwerte – etwa was die Anzahl und die Kategorie der Pflegeplätze pro Einrichtung anbelangten – eingeführt werden, um zu vermeiden, dass die DG weiterhin eine Gemeinschaft von Wartelisten bleibe. Zudem müsse eine automatische Indexierung sichergestellt werden, und die finanziellen Zuwendungen, die die DG für ihre Kompetenzen erhalte, in den Sektor zurückfließen würden. Die DG sei die einzige Gemeinschaft in Belgien, in der dies nicht geschehe, was zur enormen Planungsunsicherheit für die Wohn- und Pflegezentren geführt habe und weiterhin führe. „Zusammengefasst mangelt es in Ostbelgien an einem klaren, zukunftsorientierten Konzept für den Pflegesektor. Daran arbeiten wir gerade intensiv, da sowohl die Menschen, die in diesem Sektor arbeiten, als auch die betreuten Menschen die besten Rahmenbedingungen verdienen“, wird Jérôme Franssen in dem Schreiben zitiert.

Am Nachmittag richteten sich, nach Angaben der CSP, die Aufmerksamkeit und die Diskussionen auf die Themen Raumordnung und Bauen in Ostbelgien. Der geladene Experte Edmund Stoffels habe seine langjährige Erfahrung eingebracht, die sowohl inspirierend gewirkt, als auch neue Perspektiven eröffnet habe. Dabei habe die Frage im Mittelpunkt gestanden, die viele junge Familien sehr direkt betreffe: „Wie kann die Raumordnung dazu beitragen, die zurzeit hohen Baukosten zu senken?“ Diese Frage, aber auch den Abbau von bürokratischen Hürden und die langen Wartezeiten bis zur Genehmigung eines Bauprojektes seien zentrale Elemente der Diskussion gewesen. „Wir müssen unsere Heimat wieder attraktiver für Unternehmer gestalten. Genehmigungen erfolgen oft zu spät, Normen sind zu starr und mit Luxemburg haben wir in unmittelbarer Nähe einen Standortskonkurrenten. Es bedarf in der Raumordnung eines klaren und funktionierenden Konzepts. Das vermissen wir bei der aktuellen Mehrheit“, moniert CSP-Parteipräsident Jérome Franssen in der Mitteilung. Der CSP gehe es in Ostbelgien um die wesentlichen Dinge. Dazu zähle, dass junge Menschen auch künftig in Ostbelgien „ihren Traum von den eigenen vier Wänden realisieren können, während ältere Generationen zuversichtlich in die Zukunft blicken können, ohne Angst vor der Altersvorsorge zu haben“, so Franssen. Es sei ein erster sehr guter Austausch zu diesen beiden Themenfeldern gewesen, der allen gezeigt habe, dass man sich „nicht kaputt regulieren“ dürfe. „Wir sind auf dem Weg in eine Art ‚Bürokratiedemokratie‘. Das wollen wir nicht und deshalb sollten wir den Menschen, die hier vor Ort in diesen Bereichen seit Jahren arbeiten, auch bei der Lösungsfindung viel stärker vertrauen. Für beide Themenbereiche gilt: Es geht auch anders. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem CSP-Vorstand, den Mandatsträgern und der Jungen Mitte unterstreicht das Engagement der Partei, die Vielfalt der Perspektiven zu berücksichtigen und innovative Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden“, resümiert Franssen laut Mitteilung den Tag. (red/kupo)

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