„Wir werden unnachgiebig darin sein, die Sicherheit, die legitimerweise von den Anwohnern dieses Viertels erwartet wird, zurückzubringen“, sagte Premierministerin Élisabeth Borne am Mittwoch im Sender France Bleu. „Mir ist vollkommen bewusst, dass es eine gewisse Anzahl an Vierteln gibt, in denen der Drogenhandel das Leben für die Anwohner vollkommen unmöglich machen kann, mit der Angst, die das schaffen kann.“ Der Innenminister sei stark mobilisiert, um Dealernetzwerke zu zerschlagen.
Bei einer Auseinandersetzung im Drogenmilieu war im südfranzösischen Nîmes ein unbeteiligter Zehnjähriger erschossen worden, offenbar bei einer Abrechnung zwischen Drogenhändlern, wie Innenminister Gérald Darmanin sagte. Wie die Zeitung „Le Monde“ berichtete, saß der Junge am späten Montagabend auf der Rückbank des Autos eines Onkels, als es in dem Hochhausviertel Pissevin zu einer Schießerei kam. Der Onkel sei verletzt worden und mit dem Auto zum Krankenhaus gefahren, der Junge aber sei auf dem Weg dorthin gestorben. Ein weiteres Kind, das sich im Auto befand, sei unverletzt geblieben.
Borne betonte, der Tod des Kindes sei ein unerträgliches Drama. Die Täter müssten angemessen bestraft werden. Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei wurden Berichten zufolge nach Nîmes beordert, um gegen den Drogenhandel vorzugehen. Seit kurzem sind diese auch im nahen Marseille im Einsatz, um den Drogenhandel dort einzudämmen. (dpa/calü)

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