Der Notfall ereignete sich den amtlichen Angaben zufolge am späten Montagabend rund 8,5 Seemeilen (knapp 16 Kilometer) südlich der Küste der Ortschaft Maspalomas. 83 Insassen des Bootes habe man am frühen Dienstagmorgen lebend bergen können, teilte der Seerettungsdienst mit.
Die Geretteten habe man kurz nach fünf Uhr morgens aufs Festland gebracht. Vier dieser Migranten seienleicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Vermisste wurden von den Behörden nicht gemeldet.
Nach Angaben der angesehenen spanischen Hilfsorganisation „Caminando Fronteras“ sind in den ersten sechs Monaten des Jahres mindestens 951 Migranten bei dem Versuch gestorben, Spanien auf dem Seeweg zu erreichen. Der größte Teil der Todesopfer (778) wurde demnach nicht im Mittelmeer, sondern auf der sogenannten „kanarischen Route“, der Route von Westafrika zu den Kanaren, registriert. (dpa/jod)

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