Parlamentsvorsitzende der deutschsprachigen Länder beraten über Fake News

<p>Martin Candinas (Schweizer Nationalrat), Fernand Etgen (Luxemburger Abgeordnetenkammer), Charles Servaty (Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft), Bärbel Bas (Deutscher Bundestag), Albert Frick (Landtag Liechtenstein), Wolfgang Sobotka (Österreichischer Nationalrat) vor dem DG-Parlament.</p>
Martin Candinas (Schweizer Nationalrat), Fernand Etgen (Luxemburger Abgeordnetenkammer), Charles Servaty (Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft), Bärbel Bas (Deutscher Bundestag), Albert Frick (Landtag Liechtenstein), Wolfgang Sobotka (Österreichischer Nationalrat) vor dem DG-Parlament. | Foto: PDG/CK

Das zentrale Diskussionsthema dieses Jahres war die „Politische Bildung in den Parlamenten als Instrument zur Bekämpfung von Desinformation und Fake News“. Dieses Thema spiegelt die zunehmende Sorge der Politik in Europa und weltweit über die wachsende Verbreitung von falschen Informationen und die potenziellen Auswirkungen auf die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt wider.

Während des Treffens konnte Parlamentspräsident Charles Servaty (SP) unter anderem die deutsche Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Wolfgang Sobotka, Präsident des Österreichischen Nationalrats, Martin Candinas, Präsident des Schweizer Nationalrats, den Vorsitzenden der Luxemburger Abgeordnetenkammer, Fernand Etgen, Albert Frick, Präsident des Liechtensteiner Landtags, und den Kammer-Ehrenpräsidenten, André Flahaut, in Eupen begrüßen.

Zur Einführung in das Hauptthema referierte Professor Dr. Andreas Fickers, Direktor des „Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History“, über die Hintergründe zur Entstehung und Verbreitung von Falschmeldungen. Er betonte die Notwendigkeit, in Medienkompetenz und politische Bildung zu investieren. Im Anschluss daran fand eine rege Diskussion über Strategien zur Bekämpfung von Fake News statt, an der alle Anwesenden teilnahmen. Sie waren sich einig, dass dieses Thema zu den vorrangigen politischen Prioritäten gehört und eine angemessene Reaktion sowohl Ausbau von Bildungsinitiativen als auch eine regulierende Kontrolle der digitalen Informations- und Kommunikationsplattformen erfordert, heißt es in einer Mitteilung.

Während des Treffens nutzte Charles Servaty die Gelegenheit, den Gästen die Attraktivität der DG näherzubringen. So stand eine Tour durch das Unternehmen Puratos und dessen einzigartige Sauerteigbibliothek auf dem Programm. Ferner stellte er den Gästen auch die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt St.Vith vor. Ein Agora-Theaterstück über Hannah Arendt rundete das kulturelle Programm ab. (dpa/svm)

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