CSP kritisiert Umgang mit Kindergartenassistenten

<p>Die CSP-Fraktion kritisiert die mögliche Ausweitung des Aufgabenbereichs der Kindergartenassistenten.</p>
Die CSP-Fraktion kritisiert die mögliche Ausweitung des Aufgabenbereichs der Kindergartenassistenten. | Illustration: dpa

Auch um Personalmangel abzufedern, habe die DG-Regierung 2018 den Beruf des Kindergartenassistenten geschaffen – als organisatorische und logistische Unterstützung für die diplomierten Fachkräfte. Fünf Jahre später ermögliche die Regierung nun mit dem erwähnten Maßnahmendekret, dass die Assistenten punktuell auch Aufgaben ordentlich ausgebildeter Kindergärtnern übernehmen dürften. „Eine langfristig bedrohliche Entwicklung“, mahnt die CSP.

Bildungsminister Harald Mollers (ProDG) habe bei der Einführung der Kindergartenassisenten stets beteuert, dass diese nur organisatorische Aufgaben (bspw. aufräumen oder sauber machen) übernehmen dürfen. Dies solle die diplomierten Kindergärtner entlasten, sodass diese sich besser ihrem pädagogischen Kernauftrag widmen können. Die Verantwortung für die Kleinen habe in jedem Fall und zu jedem Zeitpunkt bei einer diplomierten Fachkraft zu liegen. „Gilt dieser Grundsatz in aller Entschlossenheit und Konsequenz auch fünf Jahre und einen Ministerwechsel später noch?“, fragen sich Colin Kraft und Stephanie Pauels von der CSP-Fraktion. Denn durch das Maßnahmendekret weite die Regierung den Aufgabenbereich der Assistenten aus: Punktuell sollen sie nun auch u.a. mit den Kindern spielen, basteln, musizieren oder schwimmen dürfen – auch in Abwesenheit eines diplomierten Kindergärtners. „Zwar obliegt die Entscheidung von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen den jeweiligen Schulleitungen, allein die Schaffung dieser Möglichkeit durch die Regierung stimmt jedoch bedenklich. Verlieren dadurch nicht die ohnehin schwammigen Abgrenzungen zwischen ordentlich ausgebildeten Kindergärtnern und Assistenten weiter an Kontur? Nivelliert man nicht sämtliche Unterschiede zwischen einer studierten Fach-kraft und ihrer Unterstützungskraft?“, fragt sich die CSP.

Die CSP wolle in keiner Weise das Engagement und die fürsorgliche Arbeit der Kindergartenassistenten diskreditieren. „Sicher kann ihre Aufgabenausdehnung eine Linderung in Personalproblemen verschaffen und ebenso sicher erhöht sie die Flexibilität in der Einsetzung des bestehenden Personals – Aber eine so sensible Maßnahme muss im Sinne des Kindeswohls getroffen werden. Mittel- und Langfristig droht er Beruf des diplomierten Kindergärtners an Attraktivität zu verlieren, da keine erkennbaren Unterschiede zu den Assistenten mehr bestehen. Es ist naiv, nicht anzunehmen, dass es sich auch negativ auf die Qualität ostbelgischer Kindergärten auswirken wird, wenn weniger qualifiziertes, ausgebildetes Fachpersonal vorhanden ist“, so die CSP. (red/sc)

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