„Ich verfolge die Tour, seit ich ein kleiner Junge war. Ich habe nie gedacht, dass ich einmal das Gelbe Trikot trage“, sagte Hindley nach seiner Fahrt an die Spitze der Gesamtwertung der Tour de France: „Aber hier sind wir. Es ist verrückt.“ Der Sieg auf der fünften Etappe hatte Hindley das Maillot jaune eingebracht.
Hinter dem Erfolg des Kapitäns des deutschen Teams Bora-hansgrohe steckt viel aufopferungsvoller Einsatz. „Ich lebe seit zwei Monaten wie ein Mönch und nur aus dem Koffer“, sagte Hindley.
In Höhentrainingslagern und beim Criterium du Dauphine schuftete Hindley für die Tour-Form. Seine Familie sah er dabei kaum. „Aber das gehört dazu, wenn man wettbewerbsfähig sein will. Ich verdanke meiner Familie alles“, sagte Hindley. Im Leben aus dem Koffer ist das Team Bora-hansgrohe zuletzt zur Ersatzfamilie geworden.
Hindley hält sich bei seiner Selbstbeschreibung bedeckt: „Ich bin Linkshänder, aus Perth, West-Australien. Ich liebe es, mein Rennrad zu fahren. Ich mag Avocado auf Toast und einen Flat White“, sagte Hindley mit einem Lachen, „der Standard-Kram also.“ Was er zuvor auf dem Rad geleistet hatte, war dagegen ganz besonders. (sid/leo)

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