Die Arbeitgeberverbände dieses vielfältigen Sektors, AnikoS und AGV329, kündigen ein gemeinsam verfasstes Memorandum an, dass im Winter dieses Jahres erscheinen soll. AnikoS und AGV329 vertreten als Arbeitgeberverbände über 80 Mitgliedsorganisationen aus der DG.
„Der nicht-kommerzielle Sektor, der sich ganz dem Allgemeinwohl verschrieben hat“, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Er macht einen beachtlichen Teil der wirtschaftlichen Leistung der deutschsprachigen Belgier aus: Über 2.300 engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – was etwa 11 % aller Arbeitsplätze entspricht – tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Deutschsprachigen Gemeinschaft bei. Ihr Einsatz generiert einen eindrucksvollen Anteil: Rund 175 Millionen Euro, was ca. 11 % der gesamten Wertschöpfung der DG entspricht.“
Interessant sei festzustellen, dass drei Viertel der Beschäftigten im gesamtbelgischen nicht-kommerziellen Sektor Frauen sind. Zudem gehen, nach Angaben der Verbände, mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer einer Teilzeitbeschäftigung nach und etwa ein Drittel sei über 50 Jahre alt. Nahezu unmöglich sei es, nicht in irgendeiner Weise mit den Akteuren und Aktionen des Sektors in Kontakt zu kommen, denn „durch ihr wirtschaftliches Handeln verbessern diese Akteure unzählige Bereiche dessen, was die Politik stolz den ‚Lebensstandort Ostbelgien‘ nennt“, begründen die Verfasser diese Feststellung.
„Von den Haushaltshilfen der Alternative VoG bis hin zu spannenden Tennisturnieren, Theateraufführungen und den Ausbildungsmöglichkeiten des ZAWM – zahlreiche Dienstleistungen und Events begleiten unseren Alltag von A bis Z. Kurzum: der nicht-kommerzielle Sektor spiegelt die Vielfalt der Gesellschaft wider und betrifft uns alle.“
Um die Interessen dieses Sektors zu vertreten, hätten die meisten dieser Organisationen sich einem der beiden Arbeitgeberverband angeschlossen. Eine deren wichtigen Aufgaben bestehe darin, den Sektor zu analysieren und zu zeigen, an welchen Stellen Handlungsbedarf seitens der Politik bestehe.
Die Generalversammlungen im Monat Juni sei deshalb für beide Verbände eine gute Gelegenheit gewesen, den Mitgliedsorganisationen auf den Zahn zu fühlen. Heraus sei eine Menge Diskussionsstoff gekommen, der die Basis für das kommende Memorandum bilde und die bereits durchgeführte Umfrage ergänzen werde, heißt es.
Memorandum 2024: Veröffentlichung im Winter vorgesehen
Das Memorandum werde die Forderungen, Ziele und Visionen des nicht-kommerziellen Sektors in der DG darlegen, hieß es. Zudem werde es die Ergebnisse der Generalversammlungen und den breiten Konsens der Mitgliedsorganisationen widerspiegeln sowie einzelne Aspekte der jeweiligen Bereiche innerhalb des nicht-kommerziellen Sektors näher beleuchten. Abschließend heißt es in dem Kommuniqué: „Mithilfe ihrer über 80 Mitgliedsorganisationen wollen AnikoS und AGV329 eine umfassende Agenda für die Weiterentwicklung des Sektors zu Papier bzw. auf die Bildschirme bringen und konkrete Maßnahmen vorschlagen, um finanzielle Stabilität, den Abbau von Bürokratie, und die Förderung von Vernetzung und Diversität zu erreichen. Beide Verbände rechnen mit einer Veröffentlichung im Winter 2023.“ (red/kupo)

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