Mit emotionalen Worten hat sich Ilkay Gündogan nach der Bestätigung seines Wechsels zum FC Barcelona bei Manchester City bedankt und verabschiedet. „Ich bin auf einem Fuß humpelnd hierhergekommen, aber ich verlasse diesen Ort mit dem Gefühl, in den Wolken zu schweben“, schrieb der 32-Jährige in einem Brief auf „The Players Tribune“. Der heutige Tag sei bittersüß. „Abschiede sind nie einfach, aber mit diesem Team ist es noch schwieriger.“
Gündogan wechselt ablösefrei zum FC Barcelona. Er bekommt bei den Katalanen einen Vertrag über zwei Jahre bis zum 30. Juni 2025 mit der Option für eine weitere Saison.
„Als ich hier ankam, war ich ein junger Mann ohne Kinder und mit vielen Träumen. Ich kann es kaum glauben, aber sieben Jahre später verlasse ich euch als Vater der jeden einzelnen seiner Träume erfüllt hat“, schrieb Gündogan über City. Es sei erstaunlich, was die Mannschaft alles erreicht habe. Er verwies auf fünf Meistertitel in der Premier League, zwei FA-Cups und den Gewinn der Champions League und damit zuletzt des Triples.
In seinem Brief gab der Nationalspieler auch private Einblicke in das Mannschaftsumfeld. So dankte er den Frauen und Partnerinnen seiner Teamkollegen, die in Gruppenchats viele Grillabende organisiert hätten, und die Mannschaft so näher zusammengebracht hätten. Dankende Worte richtete er auch an Trainer Pep Guardiola und Citys zweiten Torhüter Stefan Ortega. „Als Deutsche hatten wir viele Gemeinsamkeiten, und allein der tägliche Espresso, den wir im letzten Jahr zusammen getrunken haben, hat mir geholfen, mich viel mehr zu öffnen.“ Das alles werde er vermissen, werde aber immer mit dem Verein verbunden sein. „Nichts kann dieses Band brechen. Es ist eine Liebe auf höchstem Niveau.“
Barcelona sei der einzige „Verein auf der Welt“, für den ein Umzug Sinn mache. „Seit ich ein kleines Kind war, habe ich davon geträumt, eines Tages dieses Trikot zu tragen“, schrieb der gebürtige Gelsenkirchener. Er sei zuversichtlich noch ein paar Jahre auf höchstem Niveau spielen zu können und damit dazu beizutragen, „Barcelona wieder dorthin zu bringen, wo es hingehört.“ Er wisse auch, dass es beim spanischen Erstligisten viel Druck geben werde. „Aber ich liebe Druck. Ich liebe es, aus meiner Komfortzone herauszukommen“, schrieb er abschließend über sein „neues Kapitel“. (dpa/leo)

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