Auf die Frage, ob ihre Partei angesichts der aktuellen Umfragen über einen solchen Schritt nachdenke, sagte Weidel am Mittwoch im RTL/ntv-„Frühstart“: „Natürlich. Wir hätten das auch ohne diese Werte getan, einen Kanzlerkandidaten aufzustellen.“
Die nächste Bundestagswahl findet regulär im Spätsommer oder Herbst 2025 statt. Bisher hatte die AfD auf die Nominierung eines Kanzlerkandidaten verzichtet. Derzeit liegt sie in Umfragen bei 18 bis 20 Prozent. Auf die Frage, ob sie sich selbst eine solche Kandidatur zutraue, sagte Weidel: „Zutrauen kann man sich viel. Aber das ist völlig offen, wer dort antritt.“ Weidel führt die Oppositionspartei zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla.
Bei der Bundestagswahl 2021 gab es in Deutschland drei Kanzlerkandidaten: Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU/CSU) und Annalena Baerbock (Grüne). Normalerweise benennen nur Parteien mit realistischer Chance auf das Amt des Regierungschefs einen Kanzlerkandidaten. Die anderen Bundestagsparteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab. (dpa/calü)

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