„Angesichts des günstigen Verlaufs der Pandemie – sowohl hinsichtlich der Viruszirkulation, der Infektionen als auch der Krankenhausaufenthalte – hat die Interministerielle Konferenz Volksgesundheit, unter dem Vorsitz von DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP), beschlossen, die Covid-19-Teststrategie anzupassen“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kabinett des DG-Ministers, die am Montag veröffentlicht worden ist.
Bei der letzten Interministeriellen Konferenz Volksgesundheit waren die Isolations- und Quarantänemaßnahmen angepasst worden. Nun haben die verschiedenen Gesundheitsminister des Landes entschieden, PCR- und RAT-Tests für die Allgemeinbevölkerung sowie für asymptomatische Patienten oder Bewohner von Gesundheitseinrichtungen (ambulant und stationär, einschließlich Patiententransport und präklinische Notfallversorgung) nicht mehr zu empfehlen. Selbsttests blieben weiterhin erhältlich, hieß es in der Mitteilung. Diese Entscheidung folge der wissenschaftlichen Stellungnahme der RAG (Risk Assessment Group), dem Gutachten des Hohen Gesundheitsrats und der Position der RMG (Risk Management Group). Die neue Teststrategie werde in Kraft treten, sobald das nationale Gesundheitsinstitut Sciensano die aktualisierten Empfehlungen veröffentlicht hat (dies geschieht voraussichtlich an diesem Dienstag).
Die Festlegung der Teststrategie für symptomatische Patienten und Bewohner sei unterdessen „komplexer“ und hänge von vielen Faktoren ab. „So spielen der Gesundheitszustand des Patienten, das Alter und der Grad der Immunsuppression/Defizienz hier eine große Rolle“, heißt es in der Mitteilung.
Die Diskussionen würden in der RMG auf der Grundlage der Stellungnahme des Hohen Gesundheitsrates fortgesetzt. Die Screening-Politik für symptomatische Personen wird den Angaben zufolge spätestens am 1. Juni auf der nächsten Interministeriellen Konferenz Volksgesundheit festgelegt. Die Gesundheitsminister betonen derweil, dass es möglich ist, die Teststrategie anzupassen, wenn sich die epidemiologische Situation verschlechtert und eine neue Variante mit schwerwiegenderen Merkmalen auftritt.
Die Pressemitteilung wurden im Namen aller Minister erstellt, die zusammen die Interministerielle Konferenz Volksgesundheit bilden: Neben Antonios Antoniadis als Präsident der IMK sind das Christie Morreale (Wallonische Region, PS), Hilde Crevits (Flandern, CD&V), Frank Vandenbroucke (Föderalstaat, Vooruit), Valérie Glatigny (Französische Gemeinschaft, MR), Bénédicte Linard (Französische Gemeinschaft, Ecolo), Alain Maron (Gemeinsame Gemeinschaftskommission und Französische Gemeinschaftskommission, Ecolo) sowie Elke Van den Brandt (Gemeinsame Gemeinschaftskommission und Flämische Gemeinschaftskommission, Groen). Die IMK wird von der Generaldirektion Gesundheit des zuständigen föderalen Ministeriums organisiert und unterstützt. (red/sc)

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