Das Historisch-Technische Museum von Peenemünde hat viel zu bieten. Dabei geht es nicht nur um die Faszination der Raketentechnik, sondern ganz konkret auch um die menschenverachtenden Bedingungen, unter denen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene für die Umsetzung dieser technologischen Neuerung arbeiten mussten. Dies ließ sich im Museum und in der riesigen Denkmallandschaft am Nordzipfel der Insel Usedom erfahren.
Wo Zwangsarbeit zur Zeit der Nazidiktatur in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Polen geleistet wurde, dieser Frage und vielen weiteren stellten sich Mitte März zehn Schüler der Bischöflichen Schule während der ersten Austauschwoche in Peenemünde. Jede der sechs Teilnehmergruppen brachte die Geschichte(n) und Erinnerungen ihrer Region mit. Im Austausch erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie vielfältig die Schicksale gelebt und erlebt wurden.
Die Jugendbegegnungsstätte Golm, die unweit einer Gedenkstätte für zivile und militärische Opfer der Insel Usedom steht, war zudem Anlass, um über die Rolle von Tätern, Opfern und Helden in dieser Vergangenheit, aber auch heute nachzudenken. Während den weiteren vier Austauschwochen werden in diesem Rahmen Themen wie internationale Rechtsprechung, Minderheiten oder Kinder im Nationalsozialismus aufgearbeitet und ihre Bedeutung für die heutige Zeit beleuchtet. (red)

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