Endometriose: CSP und Ecolo kritisieren Regierungskoalition

<p>Eine Frau hält sich eine Wärmflasche an den Unterbauch, während sie im Bett liegt (gestellte Szene). Viele Betroffene der Unterleibserkrankung Endometriose leiden unter starken Symptomen und damit verbundenen Einschränkungen im Alltag.</p>
Eine Frau hält sich eine Wärmflasche an den Unterbauch, während sie im Bett liegt (gestellte Szene). Viele Betroffene der Unterleibserkrankung Endometriose leiden unter starken Symptomen und damit verbundenen Einschränkungen im Alltag. | Foto: picture alliance/dpa

Ein durch Jolyn Huppertz (CSP-Fraktion) und Shirin Tjandra (Junge Mitte) ausgearbeiteter Text, der die Deutschsprachige Gemeinschaft dazu auffordert, sich des Themas gründlich anzunehmen, sei im Fachausschuss durch die Mitglieder der Regierungskoalition aus ProDG, SP und PFF abgelehnt worden. Eine Haltung, für die allen voran Inga Voss (Ecolo) und Jolyn Huppertz (CSP) kein Verständnis hätten, heißt es in der Mitteilung. Sie würden diesen Text jetzt der Plenarversammlung vorlegen, um dafür die nötige Mehrheit zu sensibilisieren, hieß es. „Es muss in Forschung investiert werden, und wir brauchen mehr Sensibilisierung gesamtgesellschaftlich sowie in den Schulen“, werden die CSP-Abgeordnete Jolyn Huppertz, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Parlament der DG, und Shirin Tjandra, Vorsitzende der CSP-Jugendorganisation Junge Mitte, zitiert.

Viele Frauen würden denken, dass selbst starke Schmerzen nun mal zur Periode dazugehörten, ließen sich nicht untersuchen und versuchten, damit zu leben. „Abgesehen davon, dass die Schmerzen auch darüber hinausgehen können, sind die Folgen von Endometriose nicht ‘nur’ physischer, sondern auch psychologischer, sexueller, finanzieller und sozialer Natur“, so Jolyn Huppertz und Shirin Tjandra. „Das Thema ist uns zu wichtig, als dass es im Ausschuss einfach abgelehnt wurde. Wir stehen hier gesellschaftlich in der Verantwortung und müssen auch in der DG Grundlagen für verbesserte Hilfsangebote, Sensibilisierung und Gesundheitsförderung liefern. Außerdem ist uns der Ausbau der Forschung rund um die Endometriose ein Anliegen, zu den Ursachen, der Früherkennung und Behandlungsmethoden. Weggucken und Bagatellisieren sind keine Option“, sagt die Ecolo-Abgeordnete Inga Voss.

„Wir hoffen, dass die anderen Fraktionen im Parlament die Wichtigkeit des Themas erkennen, mit uns an einem Strang ziehen und wir so etwas bewegen können, denn schließlich ist die Deutschsprachige Gemeinschaft für Präventionspolitik zuständig. Und da ist noch deutlich Luft nach oben“, so Huppertz und Voss. (red/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment