Verlängerung der Abtreibungsfrist

Die Leserbriefe von Frau Vliegen und Herrn Lambertz unterstütze ich sehr und erinnere an die Rede Mutter Teresas, die sie bei der Überreichung des Friedensnobelpreises am 10. 12. 1979 in Oslo gehalten hat.

Diese mutige Frau sagte: „Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. (...) Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: Rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm! (...) Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes.“

Wenn Wissenschaftler sich über ein Gesetz beugen sollen, ist es doch erstaunlich, dass sie einen Auftrag in eine bestimmte Richtung haben, nämlich die Verlängerung der Abtreibungsfrist. Darf man denn nicht erwarten, dass ein fast 50 Jahre altes Gesetz in Frage gestellt oder nach unten angepasst wird? Die Wissenschaft hat in dieser Zeit viele neue Erkenntnisse erworben. Man kann das Leben des Kindes im Mutterleib über Ultraschall genau beobachten und feststellen, dass es hören und Schmerz empfinden kann. Man sieht, wie es sich wehrt, wenn es sich bedroht fühlt, wie der Herzschlag steigt.

Warum zieht man wissenschaftliche Untersuchungen nicht in Betracht, die aufzeigen, welche psychischen Folgen eine Abtreibung für viele Mütter und Väter hat? Auch die Väter leiden! Früher wurden Schwangerschaftskonflikte tabuisiert, heute ist Lebensschutz tabu. Wer sich für das Lebensrecht der Kleinsten einsetzt, gilt als intolerant, obwohl das Engagement dem Kind und der Mutter gilt. Von den Abgeordneten erwarte ich, dass Initiativen in der Gesellschaft die sich dafür einsetzen, das Leben der Kleinsten zu bewahren, anerkannt werden.

Am 24. Juni 2022 entschied der Supreme Court in den USA in einer höchstrichterlichen Entscheidung, dass es „kein Recht auf Abtreibung“ gibt. Eine Wende ist also nicht unmöglich.

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