Rallye Monte Carlo: Ogier klar an der Spitze, Neuville Dritter

<p>Thierry Neuville (Hyundai) bei der Rallye Monte Carlo.</p>
Thierry Neuville (Hyundai) bei der Rallye Monte Carlo. | Foto: Photo News

Die sechs Prüfungen am Samstag in den französischen Hochalpen wurden bei günstigen äußeren Bedingungen bewältigt. Allerdings war die Strecke stellenweise verdreckt aufgrund des Kurvenschneidens der Teams. Ttelverteidiger Kalle Rovanperä fuhr drei, Spitzenreiter Sébastien Ogier eine Bestzeit. Gegen die tonangebenden Toyotas konnte Thierry Neuville als bester Hyundai-Fahrer zunächst nicht mithalten. Der St.Vither war nicht zufrieden mit dem Fahrverhalten seines Autos: „In den schnellen Abschnitten fehlt der seitliche Halt. In den langsameren Abschnitten läuft es gut.” Der führende Lokalmatador Sébastien Ogier, gebürtig aus Gap, war vor allem darauf erpicht, seinen beachtlichen Vorsprung zu verwalten: „Unser Ziel ist es, sicher durchzufahren und uns keinen Reifenschaden einzuhandeln. Ich fahre so sauber wie es eben geht.”

Bei der zweiten Schleife am Nachmittag konnte sich dann endlich Thierry Neuville in Szene setzen. In WP 12 erzielte er seine erste Bestzeit am Wochenende. Und er ließ sogleich die zweite folgen. „Wir geben Gas. Wir sind am Limit”, berichtete der Wahlmonegasse. In der letzten Prüfung des Tages ging es dann am Samstagabend mit Vollgas durch die Nacht: Bei seinem Wahnsinnsritt in der Dunkelheit näherte sich Kalle Rovanperä mit seiner deutlichen Bestzeit in der Gesamtwertung immerhin bis auf 16 Sekunden an seinen weiterhin führenden Stallgefährten Sébastien Ogier, der aber mit einem guten Polster am Sonntag in die Schlussphase der Monte geht.

Derweil verlor Ott Tänak bei seiner ersten WM-Rallye mit dem Ford Puma R1 erheblich an Boden: „Wir haben ein Problem mit der Servolenkung. Manchmal funktionier sie, manchmal nicht.” Viel schlimmer hatte es seinen jungen französischen Teamkollegen Pierre-Louis Loubet und dessen belgischen Beifahrer Nicolas Gilsoul erwischt. Sie setzten sogleich am Morgen zum Auftakt des langen Tages ihr Auto kurz vor dem Ziel der WP 9 gegen ein Brückengeländer und mussten mit einem Aufhängungsschaden aufgeben. „Wir sind durch Glatteis überrascht worden”, gaben Fahrer und Copilot zu Protokoll. (hs)

Zwischenstand nach 14 von 18 WP: 1. Ogier (Toyota), 2. Rovanperä (Toyota+16,0), 3. Neuville (Hyundai+32,0), 4. Evans (Toyota+56,5), 5. Tänak (Ford+01:37,3) usw. (hs)

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