US-Botschafter Bill White nennt Moshe Friedman „gefährlichen Betrüger“

<p>Bill White</p>
Bill White | Foto: belga

Hintergrund ist eine von Friedman eingereichte Beschwerde gegen US-Präsident Donald Trump. In einem Interview mit dem belgischen Wochenmagazin "Humo" hatte Friedman erklärt, ein Geschenk des Antwerpener Diamantensektors an Trump sei dazu genutzt worden, Druck auf die belgischen Ermittlungen zur rituellen Beschneidung auszuüben. Dabei handelt es sich um einen Ring mit 321 Diamanten und 75 weiteren Edelsteinen, der anlässlich des 250. Jahrestags der Vereinigten Staaten überreicht wurde.

Für White steht jedoch nicht Friedmans politische Haltung im Mittelpunkt seiner Kritik. „Es geht nicht darum, dass Friedman andere politische Ansichten vertritt. Jeder hat das Recht, Israel, Belgien oder jedes andere Land zu kritisieren“, erklärte der Botschafter.

Der eigentliche Vorwurf sei vielmehr, dass Friedman sich gegenüber Medien, Politikern und Behörden als maßgebliche rabbinische oder jüdische Stimme präsentiere, obwohl ihm „keine anerkannte jüdische Institution jemals ein solches Mandat erteilt hat“.

White fordert deshalb Medien, Politiker und Behörden auf, Friedman künftig nicht mehr als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft oder als autoritativen Rabbiner zu bezeichnen. „Er sollte als individueller Aktivist beschrieben werden, der ausschließlich für sich selbst spricht“, erklärte der Botschafter. Zur Untermauerung seiner Aussage fügte er hinzu: „Im gesamten Königreich Belgien gibt es keinen einzigen Juden, der seine Beschwerde unterzeichnet hat – keinen einzigen.“

Zum Abschluss seiner Erklärung formulierte White seine Kritik besonders scharf: „Meine ausdrückliche Empfehlung lautet, ihn vor die Tür zu setzen. Er sollte zumindest diskreditiert und als der Betrüger behandelt werden, der er ist.“

Moshe Friedman hat sich zu der Stellungnahme des US-Botschafters zunächst nicht öffentlich geäußert. (belga/calü)

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