Die Unordnung der Genres und Themen, aber auch die chronologische Beliebigkeit – enthalten sind Texte aus fünf Jahrzehnten – machen den Reiz des Buches aus.
Freddy Derwahl veröffentlicht „Spitze Feder, zarte Hand“: „Wenn das Herz schlägt, fließt die Sprache“
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Kommentare
"Von den Dreien schätze ich am meisten Bruno."
Schön, dass Herr Derwahl mit diesem kurzen Satz seine sehr kritische - um es euphemistisch auszudrücken - Beurteilung Brunos Kartheusers in seinen Lebenserinnerungen "Auf dem Marktplatz" revidiert.
Ist das die sprichwörtliche Altersmilde?
Oder einfach nur eine Aufspaltung zwischen dem von ihm geschätzten Lyriker hier und dem Pamphletisten da. Ist das nicht etwas zu einfach?
"Dass man ihm wiederholt den Prozess gemacht hat, geschah aus politischer Eitelkeit."
Da kann man durchaus anderer Meinung sein. Auch ein Poet oder Literat steht nicht über dem Gesetz.
"Für die gesamte Eifel hat er bleibendes Format."
Schon vergessen, die üble Hetze, mit der Bruno Kartheuser seine Heimatstadt und die Eifel überschüttet hat?
Freddy Derwahl über Anselm Grün:
"Er schreibt und spricht verständlich und faszinierend über seinen christlichen Glauben."
Zitat aus einem WELT-Artikel vom 08.06.2010 "Wie Anselm Grün & Co die Theologie verniedlichen":
"Bei jeder Geschichte sagt er: "Das ist ein ganz wunderbares Bild." Immer wieder deutet er diese Bilder so, dass sie das sagen, was die Leute hören wollen. So ist es nicht etwa Gott, der Abraham befiehlt, seinen Sohn Isaak zu töten, wie es in der Bibel steht. Nein: 'Es ist Abrahams Bild von Gott, das ihn dazu geführt hat.' "
Wie geht denn Anselm Grün mit den Kreuzestod Christi um, dem zentralen Element der christlichen Erlösungslehre??
Auch nur ein Bild, aber für was?
Ein anderer Artikel, vom Deutschlandfunk (18.09.2020)
„Wir brauchen wieder Wurzeln“
"In der Coronakrise seien die Kirchen nicht kreativ genug gewesen, sagte der Benediktiner Anselm Grün im Dlf. Die Menschen bräuchten Stabilität und konkrete Weisungen – etwa, wie man Einsamkeit aushalte und dem Sterben begegne: „Der Gedanke an den Tod wird das Leben intensivieren.“
Ein langes Interview, in dem das Wort "Gott" kaum vorkommt und das auch von einem der üblichen Lebensberater stammen könnte, deren Bücher stapelweise in den Buchhandlungen liegen.
Kein wirklich überzeugendes Argument für den christlichen Glauben.
Ja, Herr Schleck, die “intellektuellen” und semantischen Klimmzüge, die Theologen und bibeltreue Glaubensapologeten vollziehen, um eine angeblich von einem Gott inspirierte Schrift zu deuten - vielmehr was sie dort hineindeuten, um Widersprüche aufzulösen, Grausamkeiten weichzuspülen und Kritiker zu besänftigen - ist wirklich bisweilen abenteuerlich.
Die unzähligen “in der Bibel von Gott befohlenen Morde und Völkermorde sowie die rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes” (P. Fürer), sind offensichtlich laut Grün in Wirklichkeit nicht Gott anzukreiden, sondern… dem Bild, das die Bibel-Protagonisten oder wir uns von diesem Gott machen. Wow, der religiöse Einfallsreichtum kennt keine Grenzen.
Es wäre m.E. wohl besser, das Bild, das sich viele immer noch von der Bibel als “Heiliger Schrift” machen - auch diejenigen, die nie darin gelesen haben - einmal zu prüfen, statt sie in immer neuen verklärten Bildern zu malen.
Aus einer noch respektvoll zu betrachtenden Bibelexegese ist längst eine Bibeleisegese geworden, die nur noch auf Gesichtswahrungen bedacht ist.
Der deutsche Theologe Helmut Gollwitzer hat die Bibel mit zurückhaltendem Respekt, “als das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann”, bezeichnet.
Ja, da kann es einen nur noch schütteln.
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