Etwa 50.000 Menschen sahen sich das Neujahrsfeuerwerk auf dem Place des Palais in Brüssel an – ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Die Entscheidung über die Durchführung des Feuerwerks wurde in letzter Minute bestätigt. Die Organisatoren hatten sich den ganzen Samstag über mit den Sicherheitsdiensten und Meteorologen beraten. Um 23.45 Uhr wurde die Situation noch einmal analysiert und dann beschlossen, die Show stattfinden zu lassen.
In Paris feierten rund eine Million Schaulustige den Jahreswechsel bei einem großen Feuerwerk auf den Champs-Élysées, wie der Sender BFMTV unter Berufung auf die Polizei berichtete. Eigentlich waren auf der Pariser Prachtstraße nur 400.000 bis 600.000 Besucher erwartet worden. In London sahen mehr als 100.000 Menschen das gigantische Feuerwerk am Riesenrad London Eye, nachdem Big Ben um Mitternacht mit zwölfmaligem Glockenschlag das neue Jahr eingeläutet hatte. In Gedenken an die im September gestorbene Queen wurde das Profil von Elizabeth II. mit Drohnen am Nachthimmel über der britischen Hauptstadt abgebildet.
Das in zahlreichen niederländischen Großstädten zum Jahreswechsel verhängte Böllerverbot wurde von der Bevölkerung größtenteils ignoriert. In Städten wie Amsterdam, Rotterdam, Nijmegen und Haarlem wurden in großem Umfang Feuerwerk und Böller gezündet, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Wegen stürmischen Wetters mussten allerdings in vielen Städten geplante Feuerwerkshows abgesagt werden.
In anderen Ländern mussten Feierwütige etwas länger warten. In der brasilianischen Strandmetropole Rio de Janeiro gab es um 4 Uhr MEZ ein zwölfminütiges Feuerwerk, das von zehn Flößen vor dem Strand der Copacabana abgefeuert wurde. Die Veranstalter hatten vorab mit rund zwei Millionen Besuchern gerechnet, darunter viele Touristen. Zwei Stunden später wurde auf dem New Yorker Times Square erstmals seit Beginn der Pandemie wieder vor gewohnt großer Kulisse mit Zehntausenden Besuchern und Konfettiregen der traditionelle „Ball Drop“ gefeiert, bei dem eine leuchtende Kristallkugel um Mitternacht an einem Fahnenmast herabgleitet.
Die Bewohner der Südsee-Insel Kiritimati waren weltweit die ersten, die am Samstag um 11 Uhr MEZ ins neue Jahr starteten. Samoa, das in diesem Jahr die Sommerzeit abgeschafft hat, folgte erstmals eine Stunde später – zeitgleich mit Neuseeland und Tonga. Um 14 Uhr MEZ wurde im australischen Sydney zum Jahreswechsel das traditionelle Riesenfeuerwerk gezündet. Ein farbenprächtiges Himmelsspektakel gab es später auch am Burdsch Chalifa in Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt. (dpa/belga/sue)

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