Masernepidemie erreicht Ostbelgien

<p>Masern sind eine heimtückische Erkrankung. Hier ein Bild von den Philippinen, wo ein kostenloser Masernimpfstoff von einem Mitarbeiter des Philippinischen Roten Kreuzes in einem Slumgebiet in Manila für eine Impfung vorbereitet wird. Nach einem Masern-Ausbruch auf den Philippinen mit zahlreichen Toten hatte das UN-Kinderhilfswerk Unicef Eltern in dem Land aufgerufen, ihre Kinder gegen die Krankheit impfen zu lassen.</p>
Masern sind eine heimtückische Erkrankung. Hier ein Bild von den Philippinen, wo ein kostenloser Masernimpfstoff von einem Mitarbeiter des Philippinischen Roten Kreuzes in einem Slumgebiet in Manila für eine Impfung vorbereitet wird. Nach einem Masern-Ausbruch auf den Philippinen mit zahlreichen Toten hatte das UN-Kinderhilfswerk Unicef Eltern in dem Land aufgerufen, ihre Kinder gegen die Krankheit impfen zu lassen. | dpa


In Europa haben die Masern 2018 nicht weniger als 72 Menschenleben gekostet. Seit Beginn des letzten Jahres verbreitet sich in Europa eine Masernepidemie. Im Jahr 2018 infizierten sich 80.000 Personen mit dieser Viruserkrankung. Das bedeutet, dass im Vergleich zu 2017 drei Mal mehr Fälle und im Vergleich zu 2016 sogar 15 Mal mehr Fälle gemeldet wurden.

Von den 80.000 Personen, die sich im Jahr 2018 infizierten, starben insgesamt 72 Personenan an der Erkrankung. Unter den Opfern waren sowohl Kinder als auch Erwachsene zu beklagen.

Was sind Masern und an welchen Symptomen kann man erkennen, ob man infiziert ist?

Auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind aktuell einige Fälle aufgetreten. Um eine Epidemie zu vermeiden, haben die ostbelgischen Gesundheitsbehörden jetzt Vorbeuge- und Sensibilisierungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Denn bei der tückischen Erkrankung gilt es, vorbeugen und, sollten Symptome auftreten, diese zu erkennen und behandeln zu lassen.

Masern sind eine ansteckende Viruserkrankung, die folgende Symptome im Dreiklang hervorruft: Fieber mit grippeähnlichen Symptomen zusammen mit Husten oder Bindehautentzündung oder Nasenschleimhautentzüdung und Hautausschlag.

Zielgruppen, bei denen häufiger Komplikationen (wie Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung) bei dieser Krankheit auftreten, sind vor allem Kleinkinder unter 12 Monaten, schwangere Frauen, immunschwache Menschen, junge Erwachsene über 20 Jahren, die nicht geimpft sind.

Wie kann man vorsorgen bzw. reagieren, wenn ein Verdacht auf Masern angezeigt ist?

Die Gesundheitsbehörden der DG weisen auf die Bedeutsamkeit von Vorsorge vor einer Masernerkrankung hin und bitten um die Beachtung folgender Hinweise:

– Es ist von Bedeutung, an eine Masernerkrankung zu denken, sollten Sie fieberähnliche Symptome haben und einen Hautausschlag, der sich vom Kopf zum Körper hin ausbreitet.

– Bitte seien Sie aufmerksam insbesondere bei Familienmitgliedern oder Freunden, die in letzter Zeit durch Europa gereist sind.

– Bei Masernsymptomen ist ein Hausbesuch oder eine Untersuchung auf Termin beim Hausarzt zu bevorzugen, um somit den Kontakt mit anderen Patienten im Wartesaal zu vermeiden.

– Bitte kontrollieren Sie unbedingt Ihren eigenen Impfstatus. Falls Sie bisher noch nicht geimpft sind, denken Sie darüber nach, sich impfen zu lassen. Ein effektiver Schutz vor einer Masernerkrankung wird mit zwei Impfdosen gewährleistet. Lassen Sie sich diesbezüglich auch gerne von Ihrem eigenen Hausarzt beraten.

– Kontrollieren Sie bitte regelmäßig Ihren Impfstatus, besonders auch dann, wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder in Urlaub fahren (insbesondere im Hinblick auf die Sommerferien).

– Sollten Sie bereits gegen die Masernerkrankung geimpft worden sein, ist die Wahrscheinlichkeit, eine Masernerkrankung zu erleiden, sehr gering. Bitte achten Sie in diesem Fall dennoch auf Ihre persönliche Umwelt und seien Sie aufmerksam bei Ihren Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten.

– Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Ihren zuständigen Hausarzt. Sie können sich auch bei Kaleido-Ostbelgien, die unter anderem auch Kinder zwischen 0-18 Jahren impfen, informieren. (red)

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