Fast 60.000 Euro für DG-Gemeinden für Projekte zur Förderung der Artenvielfalt

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Die zuständige Regionalministerin Céline Tellier (Ecolo), hier mit dem wallonischen Ministerpräsidenten Elio Di Rupo (PS). | Foto: belga

2023 werden 231 Gemeinden bei mehr als 1.000 Aktionen für insgesamt fast 2,2 Millionen Euro unterstützt, darunter sechs deutschsprachige Gemeinden. Amel, Büllingen, Bütgenbach, Eupen und Raeren bekommen insgesamt 57.640 Euro. BiodiverCité vereint mehrere Unterstützungsmaßnahmen (Woche des Baumes, Maya-Plan, kommunaler Naturentwicklungsplan und Naturfriedhöfe). Dadurch, dass jetzt all diese Maßnahmen in einem Programm vereint sind, ist es für die Gemeinden einfacher, Unterstützung bei der Wallonischen Region anzufragen.

„Dass das gut angenommen wird, zeigt die rege Teilnahme der Gemeinden an den alljährlichen Aufrufen. In diesem Jahr haben 88% der berechtigten Gemeinden einen Antrag eingereicht. Das sind etwas mehr als letztes Jahr“, erklärt die ostbelgische Regionalabgeordnete Anne Kelleter (Ecolo), die die zuständige Ministerin Céline Tellier zum Mehrwert von BiodiverCité befragt hatte. „Mir war es wichtig, zu hinterfragen, welche Auswirkungen es hat, dass die Unterstützung von der Wallonischen Region jetzt in einer anderen Form passiert als vorher. Viele Gemeinden, besonders die Kleinen, haben nicht die Mittel und das Personal, um ständig neue Projektanträge zu schreiben. Diese Aussage habe ich jetzt schon von vielen Gemeindeverantwortlichen gehört. Die Vereinfachung, die Céline Tellier mit „BiodiverCité“ durchgesetzt hat, geht also genau in die richtige Richtung“, sagt Kelleter.

Weniger Arbeit für die Gemeindeverwaltungen, größere Projekte und mehr Entscheidungsfreiheit für die Gemeinden wenn es darum geht, wofür sie das Geld der Wallonischen Region genau einsetzen wollen – das sind die Vorteile des neuen Programms. Jede Gemeinde kann bis zu 12.000 Euro pro Jahr bekommen. „Weltweit steht die Artenvielfalt unter Druck. 75 % der irdischen Lebensräume und 40 % der marinen Ökosysteme sind stark geschädigt. Das sind riesige Herausforderungen, die auch unsere Region betreffen. Viele kleine Projekte können zusammen große Auswirkungen haben, deshalb ist der jährliche Projektaufruf „BiodiverCité“ so interessant für unsere Gemeinden.“, erklärt der ostbelgische Ecolo-Co-Präsident Pascal Collubry.

Details pro Gemeinde:

Amel 11.475 Euro – Neubeschilderung und Instandsetzung des Naturlehrpfades Heppenbach (5.650 Euro) ; Pflanzung einer mehrreihigen Mischhecke aus einheimischen Arten (3.825 Euro) ; Woche des Baumes 2023 (2.000 Euro);

Büllingen 9.505 Euro – Projekt 1: einheimische Blumenwiesen (122 Euro) ; Projekt 2: Renaturierung (1866,5 Euro); Projet 3: „Drehkreuze“ (5.566 Euro); Projekt 4: Woche des Baumes (1.950 Euro);

Bütgenbach 2.910 Euro: Woche des Baumes (2.000 Euro) und 910 Euro für ein weiteres Projekt ohne nähere Angaben;

Eupen 12.000 Euro – Aktion 1: Anlegen eines Stadtwaldes „Miyawaki“ (10.000 Euro); Aktion 2: Woche des Baumes (2.000 Euro);

Lontzen 10.000 Euro – Pflanzungen im Park (7.000 Euro); Sensibilisierung für Tümpel (400 Euro); Tümpel in Walhorn (2.600 Euro);

Raeren 11.750 Euro – Beschilderung Arboretum (2.500 Euro) ; Pflanzungen Hecken & Bäume (6.950 Euro); Nistkästen (300 Euro);Woche des Baumes (2.000 Euro) (red/sc)

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