Verbraucherschutzzentrale ändert ihre Arbeitsweise

<p>Die Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien passt vor dem Hintergrund der Krise ihre Arbeitsweise den gestiegenen Anfragen an.</p>
Die Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien passt vor dem Hintergrund der Krise ihre Arbeitsweise den gestiegenen Anfragen an. | Foto: David Hagemann

Die Verbraucherschutzzentrale stehe den Bürgern der DG jetzt schon seit mehr als 30 Jahren zur Seite und unterstütze jedermann bei seinen unterschiedlichsten Problemen. Die vergangenen zwei Jahre seien für die Bevölkerung wie auch für die VSZ sehr anstrengend gewesen und hätten „allen viel abverlangt“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Einrichtung.

Die Verbraucherberaterinnen seien demzufolge seit Ausbruch der Coronakrise im Dauerstress. In den letzten Wochen habe sich dieser Druck zudem noch durch die Energiekrise extrem verstärkt. „Die Lage ist kritisch“, heißt es wörtlich in der Mitteilung. Die Anfragen zu Energie-Themen seien im Vergleich zum letzten Jahr um unglaubliche 300 Prozent gestiegen, führt die VSZ an. Außerdem sei ein Anstieg von 13 % an Anfragen beim Mietrecht festzustellen. Dies sei vor allem den hohen Energiepreisen geschuldet. Im Normalfall gebt es eine Fluktuation von nur 4 % bei Mietrechtsfragen, heißt es.

„Deswegen wurde jetzt die Reißleine gezogen“, teilt die VSZ mit. Um besser mit den vorhandenen Kräften haushalten zu können, soll der Ansturm an Anfragen aus der Bevölkerung anders kanalisiert werden. Dies möchte die VSZ mit der Trennung von Telefon und Direktberatung erreichen.

Die bisherigen Öffnungszeiten blieben bestehen mit dem einzigen Unterschied, dass nunmehr morgens nur noch Publikumsverkehr herrsche und kein Telefondienst angeboten werde. Nachmittags laufe es genau anders herum: Die Türen der VSZ blieben verschlossen, und es sei nur noch Beratung via Telefon möglich. Anfragen über E-Mail würden wie gewohnt den ganzen Tag über entgegengenommen. Diese Maßnahme solle vorerst bis Ende Januar bestehen bleiben. Durch diese Änderung der Arbeitsweise soll es aber zu keiner Beeinträchtigung laufender Anfragen kommen, versichert die VSZ. Sie sei bemüht, weiterhin alle Anfragen fristgerecht zu bearbeiten und den Qualitätsstandard gleich hoch zu halten. Für die Schuldnerberatung gelten diese Maßnahmen übrigens nicht. Sie bleibe zu den gewohnten Öffnungszeiten telefonisch erreichbar, heißt es in der Mitteilung. (red/kupo)

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