Behörde: Zahl der Opfer bei Stadion-Panik in Malang auf 131 gestiegen

<p>Ein Mann weint vor dem Tor 13 des Kanjuruhan-Stadions, wo am Samstag mehr als 120 Toten bei der Massenpanik getötet wurden.</p>
Ein Mann weint vor dem Tor 13 des Kanjuruhan-Stadions, wo am Samstag mehr als 120 Toten bei der Massenpanik getötet wurden. | Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Die Polizei sprach zunächst weiter von 125 Opfern. Unter den Toten sind mehr als 30 Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer sei ein drei oder vier Jahre altes Kleinkind, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Frauenförderung und Kinderschutz.

Nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Provinz Ost-Java waren am Wochenende Tausende Fans auf das Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions gestürmt. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein und drängte die Menschen mit Schlagstöcken zurück auf die Ränge. Es kam zu einer Massenpanik, für viele gab es kein Entkommen. Die meisten Opfer starben an Sauerstoffmangel oder wurden zu Tode getrampelt. Hunderte Zuschauer wurden verletzt. Es ist eine der schlimmsten Stadion-Katastrophen in der Geschichte des Fußballs.

Als erste personelle Konsequenz war am Montag der Polizeichef von Malang, Ferli Hidayat, von seinem Amt entbunden worden. Neun weitere Beamte wurden suspendiert, gegen mindestens 28 Polizeibeamte werde wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Berufsethik ermittelt, wie der nationale Polizeisprecher Dedi Prasetyo mitteilte. Die Regierung setzte zudem ein unabhängiges Expertenteam zur Klärung der Hintergründe ein. Dieses soll untersuchen, warum die Polizei auf dem mit Menschen überfüllten Platz überhaupt Tränengas eingesetzt hat. Dies ist nach den Regeln des Weltverbands FIFA in Stadien verboten. (dpa/calü)

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