Der Generalstreik, zu dem die drei großen Gewerkschaften aufgerufen haben, droht das Land heute lahmzulegen. In Ostbelgien halten sich die Auswirkungen - zumindest am frühen Mittwochmorgen und soweit es der Redaktion bekannt ist - in Grenzen.
Am Lagerfeuer lässt es sich bei den Temperaturen aushalten.
| David Hagemann
Am Lagerfeuer lässt es sich bei den Temperaturen aushalten. | David Hagemann
Auf der Herbesthaler Straße in Eupen haben Streikposten lediglich die Zugänge zur Industriezone verbarrikadiert. Die Stimmung unter den Gewerkschaftsanhängern ist verhalten und friedlich. Auf dem Gebiet der Polizeizone Weser-Göhl hat man dennoch vorgesorgt. „Heute ist viel mehr Personal im Einsatz als üblich“, erklärt Zonenleiter Daniel Keutgen.
Eine Info in eigener Sache: Die Tageszeitung wurde im gesamten Verbreitungsgebiet verteilt, außer in der Eupener Industriezone. Dort wird die Ausgabe von Mittwoch dann am Donnerstag nachgeliefert.
Auf den Straßen des Landes ist es bislang ruhig. Nicht nur im Privatsektor wird gestreikt, auch öffentliche Dienste legen an diesem Mittwoch die Arbeit nieder. Gestreikt wird so unter anderem bei der Eisenbahn (die SNCB muss allerdings einen Mindestdienst anbieten), im öffentlichen Nahverkehr, in Häfen, Flughäfen (Brussels Airlines hat bereits alle 222 Flüge abgesagt) und bei der Flugsicherheit, in Gefängnissen und bei der Polizei (sowohl die lokale als auch die föderale), im Unterrichtswesen, in Verwaltungen, bei der Müllabfuhr, der Post sowie bei TV-Sendern.
Auf dem Gebiet um Eupen sind derzeit nur fünf Prozent der TEC-Busse im Einsatz. An der Gemeindeschule Raeren findet heute kein Unterricht statt, da sich der Großteil des Kollegiums am Generalstreik beteiligt.
Grund für den Generalstreik sind feststeckende Manteltarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern der Privatwirtschaft.
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