Erneut Startabbruch bei der NASA-Mondmission „Artemis“

<p>Am Kennedy Space Center heißt es weiter warten auf den Start.</p>
Am Kennedy Space Center heißt es weiter warten auf den Start. | Foto: ZUMAPRESS.com

Das Team untersuche derzeit, warum genau es zu den Problemen kam und welche Reparaturen nötig seien, erklärte Free. Noch könne man nicht sagen, ob ein erneuter Startversuch schon im nächsten (19.9. bis 4.10.) oder im übernächsten möglichen Zeitfenster (17.10. bis 31.10.) erfolgen werde. Unklar sei auch, ob die undichte Stelle direkt an der Startrampe repariert werden kann, hieß es in einem Blog der NASA. Für Arbeiten an den Batterien müsse die Rakete aber in jedem Fall zurück zur Montagehalle. Am Montag und Dienstag will das Team weiter beraten und dann aktualisierte Details und Pläne veröffentlichen.

Der Start am Samstag war wegen eines undichten Tankschlauchs abgesagt worden. Mehrere Versuche, dieses Problem während des Betankens mit flüssigem Wasserstoff zu lösen, waren gescheitert. Der NASA zufolge trat das Leck an einer Art Verbindungsstück zwischen einer Leitung zur Wasserstoffbetankung und der Rakete auf. Rund drei Stunden vor dem Beginn eines möglichen Zeitfensters für den Start wurde dieser dann abgesagt. An diesem Punkt seien die Wasserstofftanks zu elf Prozent gefüllt gewesen, hieß es weiter.

Es war bereits der zweite Fehlversuch innerhalb einer Woche. Beim ersten missglückten Versuch vergangenen Montag hatte es mehrere Probleme gegeben, darunter auch ein Tankleck. Außerdem hatte ein Triebwerk nicht auf die nötige Temperatur heruntergekühlt werden können. Sarafin räumte ein, dass das neu aufgetretene Leck deutlich größer sei. Höchstwerte für Wasserstoffkonzentration in der Umgebungsluft seien um das Zwei- bis Dreifache überschritten worden. Sarafin und Free konnten noch nicht absehen, ob nach den nun folgenden Reparaturen möglicherweise auch erneute umfangreichere Generalproben des gesamten Startvorgangs nötig sein werden. (dpa/sc)

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