Carapaz setzte sich zwei Kilometer vor dem Ziel von der großen Spitzengruppe ab. Nach 192,7 Kilometern von Salobreña zu den Penas Blancas fuhr der Ecuadorianer, Olympiasieger und Giro-Sieger 2019, auf der Bergankunft solo zum Sieg. Zweiter wurde der Niederländer Wilco Kelderman mit neun Sekunden Rückstand. Der Spanier Marc Soler komplettierte das Podium. Jan Bakelants war der erste Belgier auf dem elften Platz.
Remco Evenepoel konnte sich in der Favoritengruppe, die 7:39 Minuten hinter Carapaz ins Ziel kam, mehr als behaupten. Evenepoel, der den 15. Platz belegte, kontrollierte seine direkten Konkurrenten und hatte am Ende sogar noch die Kraft für einen Spurt so dass er vor den Spaniern Enric Mas und Juan Ayuso sowie dem dreifachen Vuelta-Sieger Primoz Roglic aus Slowenien ins Ziel kam. In der Gesamtwertung liegt Evenepoel weiterhin 2:41 Minuten vor Roglic und 3:03 Minuten vor Mas.
Schon während des Rennens hatten sich der Gesamtführende und sein Team entspannt gezeigt, auch als eine 32-köpfige Gruppe an der Spitze ihren Vorsprung auf bis zu zwölf Minuten ausbaute. Denn von den Fahrern, die dem Belgier gefährlich werden konnten, war keiner dabei. Und auch ein Sturz rund 46 Kilometer vor dem Ziel, der ihm einige Schürfwunden bescherte, brachte den Belgier nicht aus der Ruhe. (belga/leo)

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