Die internationale Organisation berichtete von „fast neun Tagen“, die die Überlebenden auf dem Schiff ausharren mussten. Dies sei „eine der längsten Blockaden auf See, die unser Team je erlebt hat. Das darf nicht noch einmal passieren“, twitterte die Organisation Ärzte ohne Grenzen.
Die zivilen Seenotretter beklagen schon seit längerem, dass sie mit den geretteten Menschen an Bord oft tagelang warten müssen, bis ihnen die Behörden einen sicheren Hafen zuteilen. Dies sei für die Menschen, die bei ihrer Überfahrt von Nordafrika Richtung Italien gerettet wurden, körperlich und seelisch eine Pein.
Am Mittwoch hatten drei Organisationen die europäische Politik in einem gemeinsamen Appell aufgefordert, ein staatliches Such- und Rettungsprogramm zu installieren. Derzeit seien die freiwilligen Helfer bei ihren Missionen auf sich allein gestellt. Aktuell wagen sehr viele Menschen die gefährliche Überfahrt über die zentrale Mittelmeerroute. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. (dpa/jod)

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