„Damit entspricht die DG in vollem Umfang den föderalen Absprachen“, wurde DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG). Bedeutsamer sei jedoch die „enorme Hilfs- und Kooperationsbereitschaft“ der Bürger und der Einrichtungen in der DG, die die Grundlage dieses Ausdrucks von Mitmenschlichkeit bildeten und für die sich der DG-Regierungschef „sehr herzlich“ bedanke. Vor allem Frauen und Kinder machten sich auf den Weg aus dem Kriegsgebiet, um den russischen Kampfhandlungen zu entgehen, hieß es.
Dies schlage sich naturgemäß auch in den Bevölkerungsregistern der DG-Gemeinden nieder: „Von den derzeit 311 aus der Ukraine zu uns geflüchteten Menschen sind 223 weiblichen Geschlechts“, teilte die Regierung mit. Dies entspreche 72 Prozent. Bei 144 Personen handelt es sich um Kinder und Jugendliche (0-17 Jahre), ihr Anteil an der Gesamtzahl der nach Ostbelgien Geflüchteten betrage somit 46 Prozent. Das Auffangzentrum Worriken beherbergt aktuell 74 Ukrainerinnen und Ukrainer. „In dem Bemühen, den oftmals traumatisierten Menschen einen humanen und würdevollen Empfang zu bereiten und notwendige administrative Formalitäten möglichst pragmatisch zu handhaben, hat die Deutschsprachige Gemeinschaft in enger Kooperation mit der Gemeinde Bütgenbach und den betroffenen öffentlichen und privaten Einrichtungen vor Ort eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die im Inland ihresgleichen sucht und die wichtigsten Dienstleistungen bündelt.“
So sei die Nutzung des Gesundheitsstützpunktes dort genauso möglich, wie die Inanspruchnahme einer Kinderbetreuung oder die Beantragung von Kindergeld. Vertreter der Gemeinde, des ÖSHZ oder auch Sozialarbeiter seien ebenso vor Ort wie das Arbeitsamt oder Krankenkassen mit der jeweiligen Möglichkeit zur Einschreibung. Diese Dienstleistungen stehen auch den Flüchtlingen offen, die nicht unmittelbar im Zentrum Worriken untergebracht sind, das auch weiterhin als touristisches Zentrum funktioniere, hieß es. „So waren die verbliebenen Ferienwohnungen während der Osterferien nahezu komplett ausgebucht. Zudem nutzten etwa 170 Vereinsangehörige die Anlagen des Zentrums für ihre Aktivitäten und 50 Kinder, die sich während fünf Tagen an einem Multisport- und Schwimmlager beteiligten“, teilte die Regierung der DG weiter mit. Auch in den kommenden Wochen würden wiederum 200 bis 250 Kinder und Jugendliche zu Sport- und Freizeitaktivitäten im Zentrum von Worriken erwartet. (red/sc)

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