„Kinder“-Schokolade: EU-Behörden untersuchen Salmonellenfälle

<p>„Kinder“-Schokolade: EU-Behörden untersuchen Salmonellenfälle</p>
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Die föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Fansk) hat in Absprache mit Ferrero eine neue Liste von Produkten der Marke Ferrero veröffentlicht, die zurückgerufen werden. Derzeit betroffen sind Kinder Mini-Eier mit dem Verfallsdatum 21/08/2022, Kinder Überraschungseier mit einem Verfallsdatum zwischen dem 20/04/2022 und dem 3/10/2022, Kinder Happy Moments (zwischen 9/03/2022 und 17/08/2022), Kinder Mix (zwischen 20/04/2022 und 21/08/2022), Schokobons (zwischen 28/05/2022 und 20/08/2022) und Kinder Überraschung Maxi 100g (zwischen 20/04/2022 und 21/08/2022). Wer solche Produkte gekauft hat, soll sie im Geschäft zurückgeben. Die Ware wird ersetzt oder erstattet. Im Falle einer Rücksendung an den Hersteller könne die Erstattung der Versandgebühren verlangt werden, bestätigt die für Verbraucherschutz zuständige Staatssekretärin Eva De Bleeker (Open VLD). Weitere Informationen über die betroffenen Chargen sind auf der Website der Fasnk erhältlich: www.fasnk.be

Die Produkte sind vor allem bei kleinen Kindern sehr beliebt. Angesichts des bevorstehenden Osterfestes bittet die Fasnk Eltern zu überprüfen, ob sie diese Produkte in ihrem Besitz haben und, wenn ja, dafür zu sorgen, dass sie nicht konsumiert werden, erklärt Helene Bonte von der Kontrollbehörde. Neu auf der Liste sind Kinder Happy Moments und Kinder Mix. Zu beachten ist: Bei den Verfalldaten handelt es sich um die Mindesthaltbarkeit, nicht um das Verbrauchsdatum. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, ab wann der Verkäufer keine Gewährleistung mehr für die Qualität des Produkts übernimmt, das Verbrauchsdatum gibt an, wann die Lebensmittelsicherheit eines Produkts nicht mehr gewährleistet ist.

Die EU-Kommission spricht von 125 Salmonellenfällen in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Schweden, Irland und dem Vereinigten Königreich, die möglicherweise mit Produkten der Marke Ferrero in Zusammenhang stehen. Dazu gehören die in Arlon hergestellten Kinder Überraschungseier und Kinder Mini-Eier. In Belgien werden laut Fasnk 26 mögliche Salmonellenkontaminationen untersucht.

Die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben ebenfalls Untersuchungen zu dem Ausbruch aufgenommen und wollen in der kommenden Woche eine Einschätzung dazu veröffentlichen. 105 Salmonellenfälle könnten mit Ferrero-Produkten in Verbindung gebracht werden – die meisten bei Kindern im Alter von unter zehn Jahren aufgetaucht, teilten die in Parma und Stockholm ansässigen Behörden mit. Fast die Hälfte aller bisher gemeldeten Infektionen gab es den Angaben zufolge in Großbritannien, wo bereits am 7. Januar der erste Fall nachgewiesen worden war. Wie EFSA und ECDC weiter mitteilten, ist der Ausbruch durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kindern gekennzeichnet, die ins Krankenhaus müssen, darunter einige mit schweren Symptomen wie blutigem Durchfall. Bestimmte Schokoladenprodukte seien als wahrscheinlicher Infektionsweg identifiziert worden. (gz/dpa)

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