„Ich möchte alles dafür tun, dass dieser Verband wieder zur Ruhe kommt“, sagte Neuendorf unmittelbar vor der Wahl in seiner Bewerbungsrede. „Dass wir in ein paar Jahren sagen können, die Arbeit hat sich gelohnt“. Seine Kernbotschaft sei: „Der Fußball muss wieder im Mittelpunkt stehen, nicht die Querelen an der Spitze des Verbandes.“
Die Menschen seien es „einfach leid“, immer wieder von Skandalen und Hausdurchsuchungen zu lesen. „Sie wenden sich ab, sie sind genervt, sie fühlen sich nicht mehr vertreten“, sagte Neuendorf. „Wir brauchen eine neue Kultur des Miteinanders. Und ich bin optimistisch, dass uns das gelingen kann.“
Mit Neuendorf werden beim krisenerfahrenen Verband große Hoffnungen verbunden. Seit 2012 waren vier Präsidenten vorzeitig zurückgetreten. Zuletzt musste Keller diesen Schritt gehen, nachdem er Vizepräsident Rainer Koch während einer DFB-Sitzung mit dem Namen eines NS-Richters bezeichnet hatte. Es war der Tiefpunkt monatelanger Querelen. Seither wurde der Verband interimsweise von Koch und Peters geführt.
Rainer Koch unterliegt Silke Sinning
Rainer Koch verlor die anschließend die Wahl zum Vizepräsidenten gegen Silke Sinning und schied damit nach 15 Jahren aus dem DFB-Präsidium aus. Auch seinen Posten im UEFA-Exekutivkomitee kann er damit nur noch bis Ende der laufenden Amtszeit bis 2025 ausüben.
Neuendorf warb zuvor für eine Rückkehr zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Profilager. „Wir müssen den Laden zusammenhalten, dazu gibt es keine Alternative“, sagte er und betonte: „Wir haben in den kommenden Jahren großartige Chancen, den Fußball in unserem Land voranzubringen.“ (dpa/leo)
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